26.08.2006

Neue Kooperation beschlossen: dena und BuildDesk vereinbaren Zusammenarbeit für Gebäudeenergieausweis

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und das Consulting-Unternehmen BuildDesk GmbH verstärken ihre Zusammenarbeit. Die BuildDesk GmbH wird als neuer Projektpartner neben dem Bundesbauministerium, der Energiepass Initiative Deutschland EID und der E.ON AG die Aktivitäten der dena für die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und den Gebäudeenergieausweis unterstützen.

Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt zwischen BuildDesk-Geschäftsführer Peter Barzen und Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) unterzeichnet. Im Vordergrund der intensivierten Zusammenarbeit steht die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu folgenden Themen: Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, qualifizierte Dienstleistungsangebote für Architekten, Ingenieure und Handwerker sowie die Einführung eines Gütesiegels für Energieausweise.

dena-Geschäftsführer Stephan Kohler: "Mit der Unterstützung unserer starken öffentlichen und privaten Partner können wir eine optimale Informationsinfrastruktur für Fachöffentlichkeit und Endverbraucher rund um den Energieausweis schaffen. Mieter und Gebäudeeigentümer möchten fundierte Informationen über den Energiebedarf ihres Gebäudes, vor allem aber praxisgerechte und konkrete Modernisierungsempfehlungen. Der bedarfsorientierte Energiepass ist hierfür ein hervorragendes Instrument, der am Markt sehr gut angenommen wird. Das zeigt auch die hohe Nachfrage nach „freiwilligen“ Energieausweisen und qualifizierten Energieberatern in den letzten Monaten".

Peter Barzen freut sich, mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages den Zielen seines Unternehmens dienen zu können: "BuildDesk entwickelt seit Jahren praxisnahe Software-Lösungen zur Energiebedarfsrechnung und schult bundesweit Architekten, Ingenieure und Energieberater in anerkannten Qualifikationsprogrammen. Gemeinsam mit der dena und den drei anderen Projektpartnern können wir unser Engagement für mehr Energieeffizienz weiter ausbauen und unsere Kompetenz in den Dienst einer erfolgreichen Einführung des Gebäudeenergieausweises stellen. Es ist für uns von großer Bedeutung, dass BuildDesk in einem starken Netzwerk einen spürbaren Beitrag zur Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe leisten kann."

Die dena engagiert sich für die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich und für die Einführung eines aussagekräftigen und preisgünstigen Energieausweises. Für dessen erfolgreiche Markteinführung ist die Gewinnung und Sicherung des Verbrauchervertrauens Voraussetzung. Gleichzeitig müssen umfangreiche Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt werden, um eine hohe Qualität bei der Energieberatung und der Erstellung von Energieausweisen zu garantieren. Mit ihrer Erfahrung im Software-, Seminar-, Schulungs- und Consulting-Bereich in der energetischen Optimierung von Gebäuden, sowohl in Bezug auf die Gebäudehülle als auch auf haustechnische Anlagen, ist BuildDesk ein wertvoller Partner für die dena.

Die Einführung eines freiwilligen und von Marktpartnern getragenen Qualitätssicherungssystems soll den Energieausweis langfristig erfolgreich am Markt etablieren. Auch der Aufbau eines solchen Qualitätssicherungssystems ist explizit Ziel der Zusammenarbeit zwischen der dena und BuildDesk.

In Zukunft können Interessenten, die eine Immobilie kaufen oder mieten möchten, einen Gebäude-Energieausweis vom Hausbesitzer verlangen. Der Energieausweis zeigt den Heizenergiebedarf eines Gebäudes auf und liefert so schon vor Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages verlässliche Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes. Aber der Energieausweis ist nicht nur interessant für Käufer und Mieter: Auch Gebäudeeigentümern, die ihre Energiekosten senken wollen, bietet er eine fundierte Einschätzung des Ist-Zustandes und der Einsparmöglichkeit in ihrem Gebäude.

EU-Richtlinie fordert Energieausweis
Nach einer EU-Richtlinie sind alle EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet einen Energieausweis für Gebäude einzuführen. Der Entwurf zur neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) wird derzeit zwischen Bundesbauministerium, Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium abgestimmt. Der abgestimmte Entwurf der Ministerien, der so genannte Referentenentwurf, wird dann den Bundesländern und Verbänden zur Stellungnahme übergeben. Anschließend erfolgt eine Beschlussfassung des Bundeskabinetts und die Beratung und Beschlussfassung des Bundesrats.

Quelle: dena

Photo: Snøhetta, Oslo

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