28.11.2006

Perspektiven von PPP-Projekten im Hochschulbau

Vor dem Hintergrund der im Hochschulbau in den kommenden Jahren notwendigen Investitionen - der vom Hauptverband der deutschen Bauindustrie geschätzte Investitionsstau beträgt ca. 10 Mrd. Euro - stellt sich die Frage nach der Anwendbarkeit der bislang vorrangig im kommunalen Hochbau erprobten Finanzierungs- und Beschaffungsalternative Public Private Partnership nun auch für den Hochschulbau.

Verstärkt wird diese Diskussion durch die derzeit im Umbruch befindlichen Rahmenbedingungen, unter denen Hochschulen ihre Aufgaben zukünftig wahrnehmen müssen. Besonders der - nach einer Übergangszeit bis 2019 - beschlossene Wegfall der bundesfinanzierten Hochschulbauförderung im Zuge der Föderalismusreform sowie die erstmals dieses Jahr durchgeführte Exzellenzinitiative und die Einführung von Studiengebühren erhöhen den Wettbewerb unter den Hochschulen und damit die Notwendigkeit stärkerer hochschulinpidueller Profilbildung.

Um die Einsatzmöglichkeiten von Public Private Partnership-Modellen bei Neubau- und Sanierungsprojekten im unterfinanzierten Hochschulbau zu diskutieren, trafen sich am 21. November auf Einladung der HIS Hochschul-Informations-System GmbH Präsidenten, Kanzler und Dezernenten deutscher Hochschulen sowie Vertreter von Finanz- und Wissenschaftsministerien in Hannover zum Workshop "PPP im Hochschulbau".

Neben methodischen Grundlagen für die Umsetzung einer Projektidee in eine konkrete PPP-Projektkonzeption waren es vor allem Erfahrungsberichte von laufenden PPP-Pilotprojekten im deutschen Hochschulsektor, die die Möglichkeiten, aber auch die derzeitigen Grenzen von Public Private Partnerships aufzeigten. Im Ergebnis ist die Übertragung von Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsaufgaben im Hochschulsektor auf eine privatwirtschaftliche Projektgesellschaft durchaus denkbar. Die in Deutschland als hoheitlich festgelegte Kernaufgabe von Lehre und Forschung ist und bleibt im Gegensatz zu dem im Workshop vorgestellten britischen PPP-Beispiel eine öffentliche Leistung.

Über HIS Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH unterstützt vorrangig die Hochschulen und ihre Verwaltungen sowie die staatliche Hochschulpolitik als Dienstleister im Bemühen um eine effektive Erfüllung ihrer Aufgaben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Aktivitäten

- als Softwarehaus der Hochschulverwaltungen

- im Sektor Hochschulforschung in Form von empirischen Untersuchungen und anderen Expertisen

- im Bereich Hochschulentwicklung mit den zentralen Themenfeldern Hochschulorganisation und Hochschulbau

Quelle: HIS Hochschul-Informations-System GmbH

Foto: Hasenkopf

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