31.03.2010

Sanierung der 3-Feld-Sporthalle Travestraße in Bielefeld

Aufgrund der maroden Fassade und der heute nicht mehr zulässigen Abhängung der ehemaligen Decke erhält die 3-Feld-Sporthalle Travestraße in Bielefeld seit 2008 eine mehrstufige Sanierung. Das Gebäude war 1966/67 in Stahlbetonskelett-Bauweise errichtet und mit 7 t vorgehängten Platten aus Waschbeton verkleidet worden. Das beauftragte Büro Architekten Stüwe sanierte oder ersetzte die Platten, je nach Beschädigungsgrad, und verkleidete sie mit safrangelben Thermo-Sandwich-Elementen aus Metall.

Foto: Hans Georg Esch für Saint Gobain Ecophon

Die Sanierung der Decke stellte eine besondere Herausforderung dar, denn die Dachkonstruktion besteht aus jeweils 7,5 m langen Stahlbetonbalken mit aufgelegten Betonbalken in kleinen Abständen in der Querausrichtung und Bimsbeton-Hohlplatten zur Schließung der Dachfläche. Die Befestigung der ehemaligen Decke aus Kiefernholz erfüllte die heute gültigen Vorschriften nicht mehr. Aus Brandschutzgründen kam Holz als Werkstoff für die neue Hallendecke nicht infrage. Auch schwergewichtige Materialien waren nicht geeignet, da sie die Dachkonstruktion zu stark belastet hätten. Und schließlich musste Ballwurfsicherheit nach Vorgaben der gültigen Unfallverhütungsvorschrift und Normung gewährleistet sein.

Deshalb fiel die Wahl auf ein ballwurfsicheres System aus dem Hause Ecophon, das aufgrund seines leichten Gewichts und mit der Absorptionsklasse A höchsten raumakustischen Anforderungen gerecht wird. Mit einer höchst wirksamen Akustikdecke wollten die Architekten bei der Sanierung der Sporthalle zugunsten sehr guter Sprachverständlichkeit, hoher Schallabsorption und räumlicher Pegelminderung für Raumakustischen Komfort sorgen.Hohe Lärmpegel, die beispielsweise in Sporthallen an der Tagesordnung sind, werden durch eine höchst wirksame Akustikdecke schnell abgebaut. Ohne Dämpfung würde sich der Lärm, der durch die Aktivitäten der Hallennutzer – wie Rufen, Springen, Rennen, Gebrauch von Trillerpfeifen, Auftreffen von Bällen – verursacht wird, zu stressauslösenden hohen Pegeln aufbauen.

Foto: Hans Georg Esch für Saint Gobain Ecophon


Die vollflächig verlegte Ecophon-Akustikdecke der Absorptionsklasse A, System »Ecophon Super G Plus« sorgt selbst in der ca. 1300 m2 großen Halle bei voller Auslastung der drei Spielfelder für Raumakustischen Komfort. Mit seiner robusten Unterkonstruktion und den Absorberelementen, deren sichtbare Oberflächen mit einem überdurchschnittlich widerstandsfähigen Glasfasergewebe ausgerüstet sind, entspricht das System der höchsten Schlagfestigkeitsklasse 1 A, die sich nach DIN EN 13964 definiert, und damit den Anforderungen der Ballwurfsicherheit nach DIN 18032.

Zur Befestigung der Unterkonstruktion wurden zwischen den Betonbalken Weitspannträger montiert, an denen die stahlverzinkten »Ecophon Connect Profile« in einem Abstand von etwa 180 cm mit Nonius-Abhängern montiert wurden. Daraus entstand zusätzlich ein relativ hoher Deckenhohlraum zur Kaschierung der gebäudetechnischen Zuleitungen.

Auch die zwei neuen Technikbühnen, über die die Motoren der elektrisch verfahrbaren Trennwände für die Wartung zugänglich sind, verbergen sich oberhalb der Decke. Ferner kaschiert der Luftraum auch den Vor- und Rücklauf der Deckenstrahlheizung. Speziell gefertigte Bleche verbergen die Verbindung zwischen den seitlichen Zuleitungen und den Heizelementen. Auch Rasterleuchten zur Allgemeinbeleuchtung und kleine LED-Leuchten für die Notbeleuchtung sind in der Akustikdecke integriert.

Foto: Hans Georg Esch für Saint Gobain Ecophon

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