02.11.2006

Sanierung senkt Betriebskosten einer Kita um zwei Drittel - Größere und attraktive Spielflächen eröffnen neue pädagogische Möglichkeiten

Die baulichen Mängel des 1972 errichteten Plattenbaus, in dem die Kindertagesstätte (KITA) "Plappersnut" der Stadt Wismar zu Hause ist, waren offensichtlich. Unzureichender Wärmeschutz, ständiges Zwangslüften wegen überhitzter Räume und hohe Transmissionswärmeverluste durch beheizte reine Erschließungsflächen. Gleichzeitig gab es Klagen, dass die räumliche Struktur die pädagogischen Möglichkeiten der KITA einengt und zu unübersichtlich ist. Für diese architektonischen, energetischen und nutzerbezogenen Herausforderungen wurde ein ganzheitliches Sanierungskonzept entwickelt und umgesetzt.

Die baulichen Mängel des 1972 errichteten Plattenbaus, in dem die Kindertagesstätte (KITA) "Plappersnut" der Stadt Wismar zu Hause ist, waren offensichtlich. Unzureichender Wärmeschutz, ständiges Zwangslüften wegen überhitzter Räume und hohe Transmissionswärmeverluste durch beheizte reine Erschließungsflächen. Gleichzeitig gab es Klagen, dass die räumliche Struktur die pädagogischen Möglichkeiten der KITA einengt und zu unübersichtlich ist. Für diese architektonischen, energetischen und nutzerbezogenen Herausforderungen wurde ein ganzheitliches Sanierungskonzept entwickelt und umgesetzt. Das neue BINE-Projekt-Info "Gebäude sanieren - Kindertagesstätte" (10/06) stellt die Ergebnisse vor.

Das Gebäude besteht aus zwei zweigeschossigen Riegeln mit einem Sockelgeschoss für die Hausinstallation. Die beiden Gebäudeteile wurden ursprünglich über Verbindungsbauten mit Fluren erschlossen. Wichtigstes Element des Sanierungskonzepts war, diese Zone zwischen den beiden Hauptbaukörpern komplett unter ein Dach zu fassen. Für das neue Atrium wurde eine dreilagige transparente Foliendachkonstruktion eingesetzt. So entstand für die KITA eine neue zentrale Spielfläche anstelle der abgerissenen Verbindungsbauten. Diese Konstruktion trägt auch dazu bei, die bisherigen Transmissions- und Lüftungswärmeverluste des Gebäudes zu reduzieren. Im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen wurden erstmals großflächig Vakuum-Isolations-Paneele (VIP) in der Gebäudesanierung eingesetzt. Dafür wurden zwei verschiedene Vakuumdämmsysteme an den jeweiligen Giebelwänden installiert.

Die erste Messperiode zeigt, dass der Endenergieverbrauch nach der Sanierung um ca. 65% gesunken ist. Das für Wismar entwickelte Konzept ist auf mehr als 300 typengleiche Gebäude übertragbar. Im Jahr 2005 wurde das Gebäude für die erfolgreiche Modernisierung mit dem Bauphysik-Preis ausgezeichnet. Das neue BINE-Projekt-Info "Gebäude sanieren - Kindertagesstätte" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – telefonisch unter 0228 – 923790 oder im Internet unter www.bine.info

Quelle: BINE

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