08.11.2006

Schmid: "Energiesparendes Bauen zum Schutz des Klimas und zur Entlastung der Haushalte immer wichtiger"

"Klimaschutz und steigende Energiekosten sind äußerst aktuelle und brisante Themen. Daher wird auch im Bereich des Bauens das Thema Energieeffizienz immer wichtiger.

Energiesparen entlastet die privaten, besonders aber auch unsere angespannten öffentlichen Haushalte. Insgesamt fordert der Klimaschutz einen sparsameren Umgang mit fossilen Energieträgern", betont Innenstaatssekretär Georg Schmid anlässlich der LBS-Fachtagung "Energiesparen – so gewinnen alle" am 6. November 2006 in München.
Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern sieht es als eine ihrer Daueraufgaben an, Möglichkeiten des sparsamen Umgangs mit Energie in allen Bereichen des Bauens aufzuzeigen und umzusetzen. "Unsere staatlichen Gebäude sind ein gutes Vorbild und können Anstoß für entsprechende Maßnahmen bei Kommunen und privaten Eigentümern geben", so Schmid. Die Bauverwaltung konnte bereits seit Beginn der 90er Jahre den Energieverbrauch ihres gesamten Gebäudebestands um deutlich mehr als 15 Prozent reduzieren. Auch in den letzten Jahren konnte sie trotz weiterer Zunahme des Gebäudebestands den Energieverbrauch stabilisieren. Zusätzlich stellte sie auch auf andere Energieträger um, was zu einer weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen führte. Zudem sichert die Bauverwaltung durch ein flächendeckendes Energiemanagement den effizienten Umgang mit Energie und Energiekosten. Dazu erfasst sie die Verbrauchsdaten, wertet diese aus und optimiert sie, so dass der Energieverbrauch auch ohne direkte Investitionen und bauliche Maßnahmen reduziert werden kann.

"Bei den Neubauten befindet sich die energetische Qualität spätestens seit der Einführung der Energiesparverordnung 2002 auf einem hohen Niveau. Diese Verordnung des Bundes gibt für Neubauten den Niedrigenergiestandard verpflichtend vor. Die viel zitierte neue Energiesparverordnung und die Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude hingegen wird keine Verschärfung des Standards bringen. Sie soll insbesondere für Mieter und Hauskäufer den Verbrauch der Gebäude transparenter machen", erläutert Schmid. Der Energieausweis auch für bestehende Gebäude soll 2007 verbindlich eingeführt werden. Dabei kann der Eigentümer voraussichtlich zwischen Energiebedarfsausweis und Energieverbrauchsausweis wählen. Während beim Bedarfsausweis ein rechnerischer Energiebedarf nach den energetisch relevanten Gebäudedaten ermittelt wird, geht der Verbrauchsausweis vom tatsächlich gemessenen Energieverbrauch aus. Die Datenerhebung für den Bedarfsausweis ist umfangreich und kostenintensiv, der Verbrauchsausweis ist in der Regel deutlich kostengünstiger. "In der Diskussion steht, ob der Bund die uneingeschränkte Wahlfreiheit einräumen wird. Ich halte den Energiebedarfsausweis für die professionellere und sozusagen technisch richtigere Variante. Er wird deswegen von vielen Eigentümern bevorzugt werden. Allerdings gibt es auch Fallgestaltungen und Bedürfnisse, für die ein Energieverbrauchsausweis die bessere Alternative sein wird. Daher müssen die Eigentümer über die Vor- und Nachteil beider Varianten aufgeklärt und sachgerecht beraten werden", so Schmid.

Hinsichtlich der energetischen Gebäudesanierung führt die Oberste Baubehörde derzeit ein Modellvorhaben durch. Ein Verwaltungsgebäude aus den 70er Jahren, das so genannte Ämtergebäude in Bayreuth, wird saniert und dabei energetisch optimiert. Die Oberste Baubehörde untersucht unter wissenschaftlicher Begleitung verschiedene Möglichkeiten, um das Gebäude mit einem Niedrigst-Energiestandard auszustatten. Die Ergebnisse des Modellvorhabens werden dann veröffentlicht.

Die Bauverwaltung setzt, soweit technisch und aufgrund der Nutzung möglich, auf regenerative Energien und moderne effiziente Energietechniken wie z.B. die Kraft-Wärme-Kopplung. "Manche dieser neuen Techniken sind zwar noch nicht wirtschaftlich und konkurrenzfähig, angesichts steigender Energiepreise schrumpft dieser Nachteil aber immer mehr", so Schmid. Die Oberste Baubehörde untersucht auch alternative Finanzierungsmodelle für die energetische Anpassung staatlicher Gebäude. Derzeit läuft eine Initiative zum Energie-Einspar-Contracting für rund 100 staatliche Gebäude. Dabei führen private Contracting-Unternehmen Maßnahmen zur Betriebsoptimierung, bzw. Modernisierung durch. Über eine vereinbarte Laufzeit wird ein Einsparerfolg garantiert. Die Vergütung des Unternehmens erfolgt aus den eingesparten Energiekosten.

Die Oberste Baubehörde bietet im Internet unter http://www.gebaeude-und-energie.bayern.de das Energieportal "Gebäude und Energie" an. Dort sind Beratungs- und Fördermöglichkeiten zur Energieeinsparung in Neubau und Bestand, Vorschriften und aktuelle Veranstaltungen abrufbar. Das Energieportal wird auch, mit regionaler Schwerpunktsetzung, bei den Internetpräsentationen der einzelnen Bezirksregierungen veröffentlicht, um so flächendeckend in ganz Bayern gezielte Informationen vor Ort anzubieten.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern

Die dauerhafte Oberflächenbeschichtung SmartActive für Schüco Fenster- und Schiebegriffe, Türdrücker und Profiloberflächen verringert die Übertragung von Keimen. Foto: Schüco International KG

https://detail-cdn.s3.eu-central-1.amazonaws.com/media/catalog/product/s/m/smartactive-Schueco_SmartActive_Wartezimmer-735_1.jpg?optimize=medium&bg-color=255,255,255&fit=bounds&height=582&width=437
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, um einen Link zum Zurücksetzen Ihres Passworts zu erhalten.
Pflichtfelder
oder
Copyright © 2022 DETAIL. Alle Rechte vorbehalten.