29.08.2006

Steuervergünstigung für vom Wohnhaus getrenntes, denkmalgeschütztes Nebengebäude


Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert und zu eigenen Wohnzwecken nutzt, der kann in den Genuss steuerlicher Vergünstigungen kommen. Aber gilt das auch dann, wenn es sich nur um ein Nebengebäude handelt?

Nach Information des LBS-Infodienstes Recht und Steuern kann das unter bestimmten Konstellationen durchaus möglich sein.
(Niedersächsisches Finanzgericht, Aktenzeichen 11 K 11002/03)

Der Fall: Es ging um ein so genanntes „Hinterhaus“, das im Garten des eigentlichen Wohnobjekts lag und von den Eigentümern für viel Geld restauriert worden war. Sie wollten ihre Ausgaben steuerlich abschreiben, hatten jedoch ihre Rechnung ohne das zuständige Finanzamt gemacht. Weil der Zweitbau nicht zu Wohnzwecken diene, so der Fiskus, komme eine Abschreibung nicht in Frage.

Das Urteil: Die Richter des niedersächsischen Finanzgerichts sahen die Voraussetzung für eine Steuervergünstigung als erfüllt an. Denn es bestehe ein enger Funktionszusammenhang zwischen den eigentlichen Wohnräumen und dem „Hinterhaus“. Dort befänden sich Abstellräume für Fahrräder, Gartengeräte und Gartenmöbel sowie eine Werkstatt, Ställe für Kleintiere und eine Sattelkammer. Diese Nutzung habe eindeutig etwas mit den Lebens- und Wohnbedürfnissen der Steuerzahler zu tun. Und der Zweck, ein kulturhistorisch wertvolles (denkmalgeschütztes) Gebäude zu erhalten, werde sowieso erfüllt.

Quelle: LBS
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