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Fassaden

Nach der Olympiade in Peking 2008 wartet China vom 1. Mai bis zum 31. Oktober mit einer weiteren internationalen Großveranstaltung auf: der EXPO 2010 in Shanghai.  Detail war vor Ort, analysiert diese bisher größte Expo aller Zeiten, und versucht auch hinter die teils sinnlichen, teils innovativen Fassaden zu blicken.

Thomas Heatherwick, der Künstler-Architekt des begeistert gefeierten britischen EXPO-Pavillons wird auch in der Rubrik Dokumentation ein Projekt gewidmet: zerknitterte dünne Edelstahlfolie, so meint er, ist langlebig, schön und wenn man sie dünn genug walzt, gar nicht teuer.

Auch die beiden Wohntürme von Diener und Diener auf dem Westkai im Antwerpener Hafen spiegeln ihre Umgebung. Die großen Fenster sind wie bei alten Kontorhäusern in unterschiedlichen Formaten gehalten und in sich durch die feine Tiefenstaffelung aus Öffnungsflügeln und Festverglasungen texturiert. Doch auch die opaken Flächen der Lochfassaden sind verglast: Hinter dieser im Abstand von der Außenwand vorgesetzten Gussglashülle schimmert eine Aluminiumbekleidung, die die Weite des Himmels und die Reflexe des Wassers in sich aufnimmt und je nach Lichtstimmung widerspiegelt. 
Tobias Wulf und Carsten Roth gliedern ihre Fassaden mit flächigen Paneelen und verschaffen ihnen Tiefe und gut nutzbare Freiräume mit großzügigen Loggien. Während Wulf beim Seniorenstift in Stuttgart eine edle graue Putzfassade mit weißen Fensterrahmen einsetzt, spielt Roth mit dem Kontrast von glattem Sichtbeton und dem warmen Ton von Holzpaneelen. 
Kann eine Ziegelfassade atmen? DSDHA haben in die Backsteinhülle ihrer Schule in England unter den Fenstern eine dezentrale Lüftung integriert. Von außen ist davon kaum etwas zu sehen. Eine energetische Fassadensanierung wäre bei vielen Geschosswohnungsbauten sinnvoll, doch viele scheuen den Aufwand und den Ärger mit den Bewohnern. Artur Schankula stellt ein innovatives von ihm entwickeltes System aus hochgedämmten Holzpaneelen vor. Bei der Basisversion erhält man eine effiziente nachhaltige und kostengünstige neue Gebäudehülle.

Bei der zweiten Ausbaustufe ist ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung bereits integriert und als aktive Hülle bietet er eine Version mit integrierter Lüftung und Sollarkollektor zur Vortemperierung der Außenluft an. Der Clou dabei: Die im Werk vorgefertigte Paneelfassade samt Wohnungslüftung und bereits eingebauten Fenstern wird ohne Gerüst in kürzester Zeit montiert und fast ohne die Bewohner zu beeinträchtigen und auch der Koordinationsaufwand für die Bauleitung mit unterschiedlichen Gewerken ist minimal.

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