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Flache Dächer

Schon eines der sieben Weltwunder besaß ein flaches Dach: Das Geheimnis der Hängenden Gärten der Semiramis beschäftigte über Jahrhunderte die Köpfe der Baumeister. Besonders in der Renaissance führte es zu Entwürfen voller Fantasie. Gärten begannen sich vom gewachsenen Boden zu lösen. Der Baum, der in der Erde wurzelte, fand sich plötzlich auf dem Dach wieder. Wasserbassins planten die Visionäre in zehn Meter Höhe über dem Grund. Den Mensch drängte es, in die natürliche Ordnung einzugreifen. Er wollte sie nach seinen Wünschen konfigurieren.In Passau gab der amtierende Fürstbischof zu Beginn des 18. Jahrhunderts einen der ersten Dachgärten in Auftrag. Es war eine technische Herausforderung: Der Herrscher orderte von seinen Baumeistern für das Dach seines Palastes nicht nur Sträucher und Bäume, sondern sogar einen Springbrunnen. Der technische Aufwand war immens: Teer war zwar als Baustoff bekannt, doch ließen sich die Kupfer- und Bleibleche nur mit großem Aufwand wasserdicht zusammenfügen. Erst das Holzzementdach, das 1839 entwickelt wurde, bereitete dem flachen Dach in Mitteleuropa den Weg.

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