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Große Tragwerke

»Ich fühle mich den unterdrückten Menschen verpflichtet« äußert der chinesische Künstler Ai Weiwei im Gespräch mit Detail. Als ebenso renommierter wie im Westen präsenter Protagonist kann er sich so offen über die politische ­Situation in China äußern wie kaum sonst jemand in diesem Land. Sein Fazit zu der Frage nach politischer Freiheit und Menschenrechten ist ­erschütternd. In dieser Hinsicht, so betont Ai Weiwei, habe sich seit der Vergabe der Olympischen Spiele an Peking nichts aber auch gar nichts verbessert. Nur wirtschaftlich sei es weiter voran gegangen. Die brutale Niederschlagung der Aufstände in Tibet im vergangenen März führt uns einmal mehr die dunkle Seite des kommunistischen Regimes in Peking vor Augen, die anschließende Diskussion über einen möglichen Olympiaboykott indes machen diesem zumindest einen kleinen Strich durch die Rechnung. Schließlich wollte die Führung das sportliche Großereignis nutzen, um sich und ihr Land von der besten Seite zu präsentieren – als weltoffen, friedfertig und modern, wozu die Architektur einen maßgeblichen Beitrag leisten soll. Mit gigantischem Aufwand ließ man zahlreiche Renommierbauten errichten, darunter wahre Glanzlichter wie das schon im Vorfeld viel beachtete Nationalstadion von Herzog & de Meuron.

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DETAIL 7+8/2008

Große Tragwerke

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