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Hier stellen wir Ihnen die 13 nominierten Projekte des DETAIL Leserpreises 2020 vor.

Die Abstimmung läuft vom 14. September bis 30. Oktober 2020.

Jetzt für Ihren Favoriten abstimmen!

01 | Helsinki Central Library Oodi (Finnland)
ALA Architekcts Ltd.

Die Oodi-Bibliothek besteht fast ausschließlich aus öffentlichen Räumen. Das Gebäude stellt eine äußerst funktionale Ergänzung zum lokalen städtischen Leben dar. Es bietet eine technisch und räumlich flexible Plattform für den Bibliotheksbetrieb und fungiert als Wohnzimmer der Bürger. Das Schlüsselkonzept des Designs ist das Zusammenspiel der drei Stockwerke, die durch die brückenartige Struktur des Gebäudes geschaffen werden: ein aktives, ständig auf den neuesten Stand gebrachtes Erdgeschoss, ein ruhiges Obergeschoss und ein geschlossener Zwischenraum, in dem sich die städtische Werkstatt befindet.

02 | People’s Pavilion (Niederlande)
bureau SLA & Overtreders W

Der People's Pavilion war ein Design-Statement der neuen Kreislaufwirtschaft, ein zu 100% wiederverwertbares Gebäude, bei dem keine Materialien beim Bau verschwendet wurden. Dies haben wir mit einem radikal neuen Ansatz erreicht: Alle Materialien sind geliehen. Und um es ganz klar zu sagen: Alle Materialien wurden völlig unversehrt zurückgegeben – mit einer Ausnahme. Die auffälligen farbigen Kacheln der oberen Fassade wurden aus dem von den Bürgern gesammelten Hausmüll hergestellt und am Ende wieder an sie verteilt.

03 | Wohnregal, Berlin
FAR frohn&rojas

Das „Wohnregal” ist ein sechsgeschossiges Gebäude mit Wohn-/Arbeitsateliers in Berlin Moabit. Es wurde in Betonfertigteilelementen realisiert, die üblicherweise im Industriebau verwendet werden: Stützen, Balken und weit spannende TT-Decken. Diese Entscheidung basierte auf dem Wunsch, zwei scheinbar widersprüchliche Herausforderungen mit einander zu verknüpfen, die den Wohnungsmarkt in Berlin charakterisieren.

04 | The Twist, Jevnaker (Norwegen)
BIG-Bjarke Ingels Group

The Twist ist ein Hybrid, der mehrere Kategorien überspannt: Museum, Brücke und bewohnbare Skulptur. Als Brücke schließt er den Weg durch den Park zu einem Kreis. Als Museum verbindet er zwei Bereiche: eine nach innen orientierte vertikale Galerie und eine nach außen orientierte horizontale Galerie mit Panoramablick. Ein dritter Bereich entsteht durch den auffälligen Übergang zwischen den beiden Galerien mit einer Drehung, die dem Bauwerk seinen Namen gegeben hat. Das Ergebnis ist eine weitere Skulptur zwischen den Skulpturen.

05 | Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing bei München
meck architekten gmbh

Als Solitär konzipiert, ordnet die neue Kirche wie ein Schlussstein die städtebaulich sensible Situation. Über einem massiven Sockel aus Nagelfluh erhebt sich die bewegte, mit weißen Keramikkacheln bekleidete Dachlandschaft und entfaltet ihre skulpturale Kraft. Die Differenzierung zwischen der weißen Raumkrone und dem steinernen Boden und Wandsockel thematisiert die Vorstellung von Himmel und Erde, von Transzendenz und Immanenz, in deren Spannungsfeld der Kirchenraum verortet ist. Betritt man den leicht zum Altar abfallenden Kirchenraum, öffnet sich nach dem niedrigen Eingangsbereich ein in seiner Haltung barock anmutender, zum Himmel strebender Raum aus Licht. Dieser wird im konstruktiven wie im übertragenen Sinne durch ein Raumkreuz getragen, das sich als kraftvolles Bild in Form des Dachfaltwerkes offenbart. In Analogie zur Dreifaltigkeit prägen drei große Lichtöffnungen mit ihrer jeweiligen Lichtführung die unterschiedlichen liturgischen Orte und Handlungen. Die besondere plastische Gestaltung der Keramikkacheln ist dem Lichtraumprofil des Kirchenraumes entlehnt und erzeugt mit ihrer stark differenzierten Geometrie eine mannigfache Lichtbrechung. Mit dem Licht spielend wird die Dachlandschaft so zur kristallinen „Stadtkrone“ der Gemeinde Poing. Eine Kirche der Nähe und Begegnung: begreifbar, offen, einladend, präsent und weithin sichtbar.

06 | Thapar University Learning Laboratory // Lernlabor der Universität Thapar, Patiala (Indien)
McCullough Mulvin Architects

Das Lernlabor ist ein Ort zum Lernen und Erkunden. Es gibt überall Orte, um Andere zu treffen; die Flächen im Inneren sind wie Marktplätze. Dabei ist jede anders: die beschauliche Bibliothek, die dynamischen Hörsäle und das Wissenschaftsgebäude wie ein Platz für die Bürger. So verbinden sie soziale und nachhaltige Strategien. Bei diesem ausgedehnten großzügigen Gebäude geht es um Gemeinschaftlichkeit, verschiedene Ströme auf dynamischen Routen und die Erweiterung des sozialen Austauschs in allen Räumen, ganz wie in einer kleinen Stadt.

07 | Hotel Bauhofstrasse, Ludwigsburg
VON M, Matthias Siegert, Prof. Dennis Mueller

Der Neubau des Hotels in der Bauhofstrasse ist ein durchgängig nachhaltiges und in die Zukunft gerichtetes Gebäude. Der neue Baukörper fügt sich städtebaulich in die Umgebung ein und nimmt Bezug auf die bestehenden Gebäudehöhen und deren Maßstäblichkeit. Der Einsatz des zukunftsweisenden Konstruktionsprinzips der Holzmodulbauweise setzt Massstäbe in Bezug auf Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Bauzeit und Qualität: Die in Voralberg aus regionalem Holz fabrizierten Module wurden an fünf Arbeitstagen in Ludwigsburg aufgestellt. Wände, Böden und Decken der Hotelzimmer wurden im Werk aus computergesteuert zugeschnittenen Brettsperrholzplatten zu containerartigen Raummodulen gefügt, vollständig ausgebaut und teilweise möbliert. Bei der konstruktiven und tragwerkstechnischen Konzeption des Gebäudes wurden die Belange des Holzmodulbaus als grundsätzliche Entwurfsparameter zu Grunde gelegt. Dies betrifft zum Beispiel die klare geometrische Ordnung sowie Größe und Proportion der Zimmermodule hinsichtlich Fertigung und Transport. Das betonierte Treppenhaus steift die Konstruktion aus. Während die Fassadenbekleidung aus Faserzement-Schindeln von außen den Holzbau nicht erkenntlich macht, werden im Innern sämtliche Oberflächen sichtbar gelassen und somit die haptischen und atmosphärischen Qualitäten des Materials erlebbar gemacht. 440 Kubikmeter Holz wurden verbaut, durch Speicherungs- und Substitutionseffekte wurden somit 880 Tonnen CO2 dauerhaft der Atmosphäre entzogen - Ein CO2 neutrales Gebäude ist das Resultat.

08 | Haus D // 6, Oberberg
Aretz Dürr Architektur

Entwurfsaufgabe war, ein kostengünstiges und nachhaltiges Einfamilienwohnhaus im Oberbergischen zu errichten, welches den Landschaftsraum fließend in den Wohnraum einbezieht und überdachte Außenräume für die verregneten Sommertage im Oberbergischen erzeugt. Die Auskragung des Giebeldachs ist an den Sommer- und Wintersonnenständen ausgerichtet. Die hinterlüftete Dachhaut begünstigt den sommerlichen Wärmeschutz und sorgt zusammen mit großformatigen Dachfenstern für eine effektive Nachtauskühlung. Das Spiel aus Licht und Schatten belebt die Dachhaut und erzeugt eine weiche Fläche als gestalterisches Bindeglied zwischen Weidelandschaft und Himmel. Der Wohnraum in Gebäudemitte reicht bis unter das Dach und bildet den zentralen Gemeinschaftsraum, von dem aus im Obergeschoss die Schlafräume erschlossen werden. Ein leichter Steg verbindet die beiden voneinander getrennten Bereiche und mündet in der gemeinsamen Galerie im Wohnraum. Die materialsparende Konstruktion als Stahl- und Holzskelettbau ist durchgehend reversibel gefügt. Die Pendelstützen stehen entlang der Traufe im Abstand von 5,40 Metern. Der geglättete Estrich im Innenraum wird lediglich imprägniert, auf weitere Beläge wird verzichtet.  Es entsteht eine Architektur, die sich auf das Notwendige beschränkt, um das Bestmögliche zu erreichen. 

09 | adidas World of Sports ARENA, Herzogenaurach
Behnisch Architekten

Die ARENA bietet ca. 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf 52.000 mÇ moderne und zukunftsweisende Arbeitsplätze mit dem Konzept eines hochflexiblen Büroorganismus. Die architektonische Idee der ARENA basiert auf einem fein justierten Zusammenspiel von Transparenz, Landschaft und einer progressiven Arbeitswelt, die ein interdisziplinäres und kommunikatives Miteinander stärkt und flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagiert. Herzstück der ARENA ist die beeindruckend inszenierte, freitragende Treppe im Foyer. Durch die große helle Lichtöffnung leitet sie die MitarbeiterInnen in die luftige Höhe der dreigeschossigen Arbeitswelt. Die „Magistrale“, der zentrale Bereich, verbindet die Arbeitsebenen vertikal und horizontal über einen Luftraum. Die Büroflächen sind im Wechsel mit informellen und formellen Kommunikationszentren und Freizeitbereichen auf den drei Geschossen verteilt und gruppieren sich um unterschiedlich große Lichthöfe. Für die Fassade wurde ein nachhaltiges und entsprechend ihrer Orientierung maßgeschneidertes System entwickelt, welches das Zusammenspiel von hoher Tageslichtnutzung, Reduzierung der Wärmebelastung im Innenraum und Nutzung der Wintersonne optimiert. Der feststehende, außenliegende Sonnenschutz besteht im Wesentlichen aus einer elementierten Aluminium Rahmenkonstruktion mit opaken und perforierten Deckblechen.

10 | Alpin Sport Zentrum, Schruns (Österreich)
bernardo bader architekten

Manchmal schließe ich in einer bestimmten Landschaft die Augen und höre Melodien, tonale Flächen aus Geschichte. So fühle ich mich, wenn ich dieses Gebäude aus Stein erreiche. Unerwartet. Es schafft Raum um sich selbst, es ordnet und es zieht Aufmerksamkeit auf sich. Ein untypisches Bürogebäude, das einzigartige räumliche Wirkungen und Variationen erzeugt, die über die Homogenität hinausgehen. Die Klänge seines Designs haben Tiefe und reichen bis zu den Wänden, die die Wiesen des Montafon und die ländlichen Referenzen in seiner Umgebung unterstreichen.

11 | Tipperne Tower - Tipperne Bird Sanctuary, Ringkøbing Fjord (Dänemark)
Johansen Skovsted Arkitekter

Um einen minimale Footprint zu erreichen, steht dieser Turm auf einer luftigen Stahlkonstruktion aus allmählich expandierenden Segmenten. Vertikale zylindrische Eisenträger zwischen flachen Eisenplatten definieren die Umrisse des Turms und nehmen die Druckkräfte auf. Diagonale Eisenträger übertragen Zugkräfte und dienen als Handläufe. So haben alle Bauelemente ihre Rolle in der Gesamtstruktur und bilden ein Ganzes, bei dem Raum und Konstruktion, Detail und Gebäude ein und dasselbe sind.

12 | Karen Blixens Plads, Kopenhagen (Dänemark)
Cobe

Der Karen Blixens Plads ist ein urbaner Raum an der Universität Kopenhagen. Dieser Platz ist mit den benachbarten öffentlichen Flächen durch einen allmählichen Übergang verbunden, der aus dem Karen Blixens Plads eine Mischform aus Park und öffentlichem Platz schafft, organisiert als eine geschwungene Landschaft aus Hügeln und Tälern mit Raum zum Abstellen von für 2.000 Fahrrädern im Inneren der Hügel. Er verbindet den Bedarf der Universität für Begegnungsorte und das Abstellen von Fahrrädern mit der offenen Landschaft, fördert die sanfte Mobilität, die Anpassung an den Klimawandel und die Biodiversität.

13 | Wydzia_ Radia i Telewizji im. Krzysztofa Kie_lowskiego, Katowice (Poland)
BAAS Arquitectura, Grupa 5 Architekci, MALECCY biuro projektowe

Absicht des Architekten was es nicht, ein Gebäude mit Kultstatus zu schaffen, sondern einen Teil zur Stadt beizutragen. Das alte traditionell schlesische Gebäude ist auf dem Grundstück erhalten geblieben und in das neue WRiTV-Gebäude integriert worden. Die Fassade besteht aus Hunderten offener Keramikelemente als zeitgenössische Interpretation des traditionellen schlesischen Baustils. Der Innenhof neben den Höfen und Nebengebäuden alter Wohnhäuser gibt diesen Räumen einen öffentlichen Charakter und betont ihre Zugänglichkeit.


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