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Wohnhochhaus 56 Leonard Street

Auf einer Grundfläche von 30 x 38 m stapeln sich 57 Stockwerke mit Wohnungen und Gemeinschaftsnutzungen. Trotz der imposanten Größe besitzt die Architektur Leichtigkeit und Lebendigkeit. Nicht weniger als die urbane Antwort auf das private Wohngefühl des Einfamilienhauses wollten die Architekten Herzog & de Meuron und der Bauträger Keyvan Kazemi, Alexico Group, erzielen. Der Entwurfsgedanke für die gestapelte und fragmentierte Form basiert deshalb auf der Entwicklung des Turms aus der Nutzung heraus. Dabei lag die Prämisse zugrunde, maximale Individualität zu erreichen. Dies ist gelungen, denn unter den 146 Wohnungen mit Flächen zwischen 96 und 645 m2 gibt es lediglich fünf Wohneinheiten, die sich gleichen.

Unterschiedliche Geschosshöhen, Auskragungen, Vor- und Rücksprünge

In der Sockelzone befinden sich Lobby und Verkaufsflächen sowie eine große spiegelnde Kunstinstallation von Anish Kapoor auf Straßenniveau, die die Verbindung des Gebäudes zum öffentlichen Raum herstellt. Unterschiedliche Geschosshöhen, Auskragungen, Vor- und Rücksprünge der ersten sieben Etagen greifen städtebaulich die Kanten der umliegenden Gebäude auf. Neben zwei Parkgeschossen finden sich hier Mietwohnflächen, ein Spa-Bereich mit Pool sowie ein Aktivitätsraum für Kinder, ein kleines Theater und eine Lounge mit Tagungsraum, um nur einige der sogenannten „Residential Amenities“ aufzuzählen. Ab der achten Etage schichten sich die Wohnungen in die Höhe. Die obersten Stockwerke sind zehn Penthouse-Apartments mit bis zu 7 m Raumhöhe vorbehalten.

Fassade aus Isolierglas in Edelstahlprofilen

Die Gebäudehülle besteht aus Isolierglas in Edelstahlprofilen und geschosshohen Aluminiumfenstern auf Basis des Schüco Systems AWS 75 BS.HI, alles in unterschiedlichen Moduleinheiten mit 0,90 bis 1,50 m Breite und 3,00 bis 4,30 m Höhe. Die Besonderheit der Schüco Fenster ist dabei nicht nur ihre Größe, sondern dass sie sich manuell öffnen lassen – Fenster mit Öffnungsflügeln sind in Hochhäusern alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Einige Fenster lassen sich zur Lüftung kippen, andere können vom Fassadenreinigungsteam zusätzlich vollständig geöffnet werden, damit auch die Außenfassade gereinigt werden kann. Festverglasung und Fenster wechseln sich zu diesem Zweck ab. Die Gestaltung des Fensterrhythmus wird durch die starken Blockprofile deutlich sichtbar und ist – wie auch die Kubatur des Gebäudes selbst – ein Abbild der Nutzung.

56 Leonard Street kann als ein Gegenprojekt zu gängiger Hochhausarchitektur verstanden werden: Nicht höher, schlanker, exklusiv und anonym war das Ziel, sondern individuell, einzigartig und ehrlich. Die sichtbare Betonkonstruktion und die Reduktion auf wenige Materialien verdeutlichen, worauf es ankommt: eine Architektur, die durch ihre Nutzung überzeugt. Und ganz nebenbei auch noch spektakulär aussieht!

www.schueco.com/de/architekten

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