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Die Shortlist des VELUX Architekten-Wettbewerbs 2020 steht fest

Der Jury des diesjährigen VELUX Architekten-Wettbewerbs wurde die Entscheidung dank der zahlreichen Einreichungen und originellen Lösungen rund um das Thema Licht.Raum.Mensch. nicht leicht gemacht. Nach einem Tag voll spannender Entscheidungsprozesse nominierte die fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Helmut Dietrich (Dietrich I Untertrifaller Architekten) insgesamt sechs Einreichungen – vier Umbauten und Revitalisierungen bestehender Gebäude sowie zwei Neubauten – für die Shortlist.

Bei der Bewertung legte sie insbesondere Wert auf den architektonischen Gesamteindruck, die Architekturqualität sowie die Umsetzung der Bauprojekte. Neben der Ausführungsqualität und der Originalität der Lichtlösung beurteilte sie unter anderem auch die integrative Lösung des VELUX Produktes.

Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden ab Oktober auf detail.de sowie auf velux.de/architektur/aw2020 bekannt gegeben.


Shortlist des VELUX Architekten-Wettbewerbs 2020:

Bayerische Musikakademie, Brückner & Brückner Architekten, Hammelburg

© Marie Luisa Jünger

Bayerische Musikakademie, Brückner & Brückner Architekten, Hammelburg

Im denkmalgeschützte Kloster Altstadt sollte ein Ort der Kommunikation und Inspiration, ein lebendiges, offenes Haus der Musik entstehen. Die Wände wurden geöffnet, um Einblicke und Durchblicke zu schaffen und ein gläsernes Dach gespannt. Dadurch entsteht ein multifunktionaler akustisch optimierter und verschattbarer Raum für Konzerte und Konferenzen, aber auch zum Essen, Tagen und Musizieren. Im Dach befinden sich zwei besondere Übungsräume, die durch modulare Oberlichter nach oben hin geöffnet wurden: Der eine macht den historischen Dachstuhl erlebbar, der andere ist sein zeitgemäßer Gegenspieler.

Ein Dachraum, Amunt Martenson, Aachen

© Björn Martenson

Ein Dachraum, Amunt Martenson, Aachen

Das Reihenhaus aus den 60er Jahren erhält eine Verjüngungskur, um den Wohnvorstellungen einer jungen Familie passenden Raum zu bieten. Durch ein neu gesägtes Loch in der obersten Geschoßdecke wird der bestehende Dachraum dem Wohnbereich des Hauses hinzugefügt. Hier entsteht ein heller, zeltartiger Raum der durch Einbauten gegliedert wird und einen Hauch von Werkstattcharakter und Ferienhaus ausstrahlt. Der Ausbau versucht die einfachen vorhandenen, mit ruppigem Charme daherkommenden Wellstegträger zu erhalten. Um das vorhandene Volumen räumlich voll auszunutzen wird der neue Dachaufbau mit Öffnungselementen auf die bestehende Konstruktion aufgesetzt.

Haus Lindetal, AFF Architekten und Stephan Hahn, Lindetal

© links Christian Schink, rechts Sven Fröhlich

Haus Lindetal, AFF Architekten und Stephan Hahn, Lindetal

Von außen erscheint Haus Lindetal eher als Scheune denn als Wohnhaus und wirkt in seiner Homogenität wie ein monochromer Graphit. Zentraler und größter Raum ist die zweigeschossige Wohnhalle. Das Tragwerk ist als Holzrahmenwerk aus Kiefer mit einem Schwellenkranz aus Eiche nach strengen handwerklichen Regeln ausgeführt und in sorgfältigem zimmermannsmäßigem Abbund mit eisenfreien Holzverbindungen gefügt. Der zentrale Mittelraum im Obergeschoss wird durch den Einbau eines Dachflächenfensters zusätzlich belichtet. Der Grundgedanke des Projektes liegt in der Wertschätzung und der ehrlichen Haltung der Konstruktion als Ausdruck und Stolz des wandernden Zimmermannshandwerks.

Haus Mühlhäuser, Christine Reck Architekten, Biberach

© Martin Duckek

Haus Mühlhäuser, Christine Reck Architekten, Biberach

Das Einfamilienhaus steht in einem Neubauwohngebiet mit eng gesetzten öffentlichen Planungsvorgaben. Wie ein Raum im Raum bildet das Innere des Gebäudes einen eigenständigen Kern aus, welcher teilweise mit Lufträumen über zwei Geschosse umhüllt wird. Die Positionierung der Fensterflächen ist eine Reaktion auf die vorgefundene Umgebung und schützt das Innere vor ungewollten Einblicken bei gleichzeitig maximaler Offenheit und Transparenz.

Kita Karoline Goldhofer, heilergeiger architekten und stadtplaner, Memmingen

© Nicolas Felder

Kita Karoline Goldhofer, heilergeiger architekten und stadtplaner, Memmingen

Die Idee für die Kita entspringt der in ihr angewendeten Reggio-Pädagogik. Das alte Wohnhaus der Stifterfamilie wird Bestandteil der Kita. Hierfür werden die drei bestehenden Gebäudeteile erhalten, freigestellt und unter einer neuen Hülle aus Polycarbonatstegplatten eingestellt. Das gesamte Gebäude der Kita gewinnt durch die transluzente Hülle reichlich Tageslicht. Für eine optimale Belichtung erhalten die geborgenen Räume des Bestands zusätzlich Tageslicht durch die großzügigen Oberlichter. Auch die „Piazza“, das zentrale Element der Reggio-Pädagogik und zugleich Gemeinschaftsbereich wird über das lange Oberlichtband betont.

Wohnen am alten Weinberg I Frey Architekten Stuttgart I Stuttgart

© FREY Architekten

Wohnen am alten Weinberg I Frey Architekten Stuttgart I Stuttgart

Um adäquaten Wohnraum für zwei Familien zu schaffen, wurden die inneren Strukturen des zehn Jahre leerstehenden Dreifamilienhauses vollständig aufgebrochen. Zentrales Motiv des Entwurfs war ein möglichst lichtdurchflutetes und transparentes Wohngefühl mit einer klaren und zurückhaltenden Formensprache. Das die beiden Wohneinheiten teilende Wandelement bildet das Rückgrat und die Struktur für die durch Dachfenster von oben belichteten Treppenhäusern. Diese bilden als "Lichtkamin" den Mittelpunkt jeder Haushälfte. Ähnlich wurden auch die Bäder konzipiert. So wurde die Decke zum Dach hin durchbrochen und die Dusche in einen Lichtraum verwandelt.

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