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Bauen mit System - bis zu 95 % vorgefertigt

Advertorial: Modulbau beginnt lange vor der Montage: in der Planung, in der Abstimmung der Bauteile und in der Frage, welche Elemente sich sinnvoll im Werk vorfertigen lassen. Leipfinger-Bader Ziegelmodule schafft mehr Raum in kürzerer Zeit - ohne Kompromisse bei Qualität, Ästhetik und Effizienz. Durch die clevere Kombination und flexible Anordnung der Module wird attraktiver Geschossbau wirtschaftlich, schnell und zukunftssicher realisierbar. Vorfertigungsgrad und Ausstattung werden dabei individuell auf das jeweilige Projekt und die Planung abgestimmt - möglich sind bis zu 95 % Vorfertigung im Werk. Auch einzelne vorgefertigte Bauteile können neue planerische Möglichkeiten eröffnen: Im Neubau für den Verband für Ländliche Entwicklung (VLE) von Brückner und Brückner Architekten sind Deckenmodule Teil der Konstruktion. Beim „Haus fast ohne Heizung" von nbundm Architekten konnte durch das Zusammenspiel von Konstruktion, Material, Nutzung und Energie Heiztechnik eingespart werden.

Bauen mit System - bis zu 95 % vorgefertigt
VLE in Tirschenreuth - Ein Bau aus Ziegeln, Holz und Lehm © mju-fotografie, Marie Luisa Jünger, Hümpfershausen; Architektur: Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth | Würzburg

Lehm, Ziegel und Holz als konstruktive Antwort

Beim Neubau für den Verband für Ländliche Entwicklung steht das Zusammenspiel natürlicher Materialien im Mittelpunkt. Lehm, Ziegel und Holz werden nicht nur als sichtbare Materialien eingesetzt, sondern als Teil der Konstruktion gedacht. Leipfinger-Bader war an dem Projekt unter anderem mit einer modular vorgefertigten Holz-Lehm Massivdecke beteiligt, die auf rund 650 m² als Geschossdecke und Dach eingesetzt wurde. Ergänzt wird sie durch den Recyclingziegel Kaltziegel, den Estrichziegel als Alternative zum klassischen Estrich sowie eine Lehmplatte. So greifen unterschiedliche Lösungen ineinander: Holz und Lehm prägen die Deckenkonstruktion, der Kaltziegel steht für zirkuläres Bauen, während Estrichziegel und Lehmplatte den Ausbau weiterführen. Das Projekt zeigt, wie sich Materialien nicht nur einzeln einsetzen, sondern als aufeinander abgestimmte Bauteile zu einem durchgängigen Gebäudekonzept verbinden lassen. 

Weniger Technik durch mehr Gebäudeverständnis

Das „Haus fast ohne Heizung“ in Ingolstadt zeigt einen anderen Ansatz. Das Wohngebäude mit 15 Wohnungen und 1.276 m² Wohnfläche wurde als Pilotprojekt des Gebäudetyps E nach dem 22–26-Prinzip geplant. Massive Ziegelbauweise, Holzfassade, ein begrüntes Dach mit Photovoltaikanlage und ein gezielt reduziertes Wärmekonzept greifen hier ineinander. Die Raumtemperatur soll dabei wesentlich über Gebäudestruktur, Speichermasse, interne Wärmequellen und eine automatisierte Lüftungssteuerung reguliert werden. 

Zum Konzept gehören auch hier Leipfinger-Bader-Lösungen: Im Mauerwerk kam der mit Holzfasern gefüllte Silvacor-Ziegel zum Einsatz. Für kalte Tage wurde das elektrische Bodenheizsystem mit Estrichziegel und Heizpapier ergänzt; die Wärme wird dabei nur bei Bedarf aktiviert. 

Gebäude, Standort und Nutzung als System

Beide Projekte verfolgen keine allgemeingültige Rezeptur. Sie zeigen vielmehr, dass nachhaltige und ressourcenschonende Architektur aus den Anforderungen des jeweiligen Ortes und der Nutzung entwickelt werden muss. Materialien, Bauteile und technische Systeme sind dann besonders wirkungsvoll, wenn sie nicht isoliert geplant, sondern aufeinander abgestimmt werden.