Šuchovs Gittertürme als Wegweiser in den modernen Leichtbau

Hyperbolische Stabwerke

Hyperbolische Stabwerke

 - Matthias Beckh

Wechselwirkung zwischen Form und Tragverhalten hyperbolischer Stabwerke

Vladimir G. Šuchov, der Ende des 19. Jahrhunderts den ersten hyperbolischen Gitterturm baute, gilt als Entwickler hyperbolischer Stabwerke. Dieser Tragwerkstyp, der in der Baugeschichte keinerlei Vorläufer hat, zeichnet sich durch hohe Stabilität und Materialökonomie, vor allem aber durch die große Bildkraft seiner gespinstartigen Strukturen, der man sich nur schwer entziehen kann, aus. Bis heute findet sich Šuchovs Tragsystem in abgewandelter Form in der modernen Architektur, beispielsweise als Tragwerk von Hochhäusern.

In dieser Publikation werden nun erstmals die Wechselwirkungen zwischen der Form und dem Tragverhalten hyperbolischer Stabwerke analysiert. Mithilfe von Parameterstudien und Traglastberechnungen werden die Auswirkungen der unterschiedlichen Einflussgrößen ermittelt. Die Auswertungen der historischen Berechnungen Šuchovs und die Rekonstruktion des Entwurfsprozesses und der Entwicklung der Wassertürme zeigen, warum der russische Ingenieur nicht nur als Wegbereiter für leichte Konstruktionen gilt, sondern auch als Vorreiter parametrisierter Entwurfsverfahren.

- Geschichte des Bauens mit hyperbolischen Stabwerken
- Einordnung der Türme Šuchovs in das historische Umfeld des Bauens mit Eisen
- Geometrie, Form, Konstruktion und Tragverhalten hyperbolischer Stabwerke
- Statisch-konstruktive Analyse der Türme
- Durchführung statischer Berechnungen und Parameterstudien
- Vergleich historischer Berechnungen mit den Ergebnissen aktueller Berechnungen

Pressestimmen:

“Das Werk des großen russischen Ingenieurs Vladimir Šuchov (1853–1939) findet in diesem Buch endlich die umfassende Beschreibung und damit die wohlverdiente Anerkennung. [...] Es ist mit seiner Beschreibung der faszinierenden Bauwerke Šuchovs [...] eine wunderbare geschichtliche Einführung in den Leichtbau.”
Jörg Schlaich, in: Stahlbau 81 (2012), Heft 11, S. 903-904

Buch im Shop ansehen

  • Stroh

    Die Professur für Kreislaufgerechten Holzbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentiert dieses umfassende Nachschlagewerk zum nachhaltigen Bauen mit Stroh. Stroh bietet großes Potenzial für eine klimagerechte Baukultur: Es ist regional verfügbar, kostengünstig, CO2-speichernd und vollständig kreislauffähig. Die Publikation vermittelt Wissen über konstruktive, rechtliche und gestalterische Möglichkeiten auf nachvollziehbare, kritisch reflektierte und praxisnahe Weise. Sie dokumentiert Ergebnisse aus Lehre und Forschung, beleuchtet realisierte Projekte und zeigt konstruktive Prinzipien, Detaillösungen sowie gestalterische Potenziale. Hochwertige Fotografien, Pläne und Grafiken vermitteln die Inhalte anschaulich.

  • Paris

    Paris carries its history in its buildings and yet remains a perpetual site of architectural experiment. No other major city negotiates tradition and innovation quite so naturally. The book portrays a generation of architects – among them established practices such as Moussafir Architectes and Régis Roudil – who are fundamentally rethinking urban space. Large-format photographs, precise plans, and well-researched texts invite readers on an architectural tour of the city, presenting a variety of outstanding contemporary buildings that engage with the defining issues of our time: urban density, ecological responsibility, and social diversity. A multilayered picture of a city in transition – between cultural heritage and a visionary future.

  • Paris

    Das Buch bietet einen Einblick in die aktuelle Architekturszene von Paris. Büros wie Moussafir Architectes oder Régis Roudil stehen beispielhaft für eine Generation, die den städtischen Raum neu denkt. Fotografien, Pläne und Texte führen durch die Stadt und stellen zahlreiche zeitgenössische Bauwerke vor. Dabei werden Themen wie urbane Dichte, Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt sichtbar. So entsteht das Bild einer Stadt im Wandel, die ihr historisches Erbe mit neuen Perspektiven verbindet.