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Bauhaus Museum in Weimar

Monumental und geschlossen präsentiert sich das neue Bauhaus-Museum in Weimar. Für die wenigen, aber für den Bau umso wichtigeren Öffnungen wählte das Architektenteam um Heike Hanada Stahl-Profilsysteme von Jansen.

Bauhaus Museum in Weimar

19.03.2022 Jakob Schoof

Advertorial | Referenz im Detail

Bauhaus Museum in Weimar

Schüco Fassade Fenster

© Schüco Stahlsysteme Jansen / Stephan Falk

Schutzbau und Schatzhaus: Bauhaus-Museum in Weimar

100 Jahre nach seiner Gründung hat das Bauhaus auch am Gründungsort Weimar ein eigenes Gebäude bezogen. 2011 hatten die Stadt Weimar und die Klassik Stiftung Weimar zunächst einen europaweit offenen Architektenwettbewerb um den Neubau ausgelobt. Darin belegte das Architektenteam um Heike Hanada und Benedict Tonon zunächst den dritten Platz, konnte sich aber im anschließenden VOF-Verfahren gegen die Konkurrenz durchsetzen. Ihr Entwurf für das Baugrundstück unweit des ab 1937 entstandenen NS-Gauforums sah einen Betonkubus vor, der die steil abfallende Hangkante zum westlich angrenzenden Weimarhallenpark dominiert. Zwischenzeitlich war auch eine vorgehängte Glashülle im Gespräch, doch Hanada setzte schließlich ihre Ursprungsidee einer Sichtbetonfassade durch, die aus konservatorischen Gründen nur von wenigen Fensteröffnungen durchbrochen wird und die die Schutzfunktion, die das Gebäude nicht zuletzt erfüllen muss, am ehrlichsten widerspiegelt. 24 LED-Lichtlinien gliedern den Betonkubus subtil in horizontale Schichten. Die zweischalige Betonfassade besteht innen aus Ortbeton und außen aus Betonfertigteilen mit betont unregelmäßigem Fugenmuster in zwei unterschiedlichen Breiten und drei Höhen.

Bauhaus-Museum in Weimar
Bauhaus-Museum in Weimar

Jede Fassade ein anderes Bild

Im Inneren des Museums ist die von mehreren Seiten zugängliche Eingangshalle Ausgangspunkt- und Endpunkt aller Wege. Die insgesamt fünf Ebenen sind über jeweils zweigeschossige Kaskadentreppen miteinander verbunden. Horizontale und diagonale Blickbeziehungen in die angrenzenden Lufträume machen auf die einzelnen Funktionsbereiche aufmerksam. Am Ende des Ausstellungsrundgangs führt eine über alle Etagen reichende, geradläufige Treppe entlang der Westfassade zurück in den Eingangsbereich. Wie schon an den Fassaden, beschränkten sich die Architekten auch im Gebäudeinneren auf eine äußerst reduzierte Materialpalette vorwiegend aus Beton, Glas und Stahl.

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© Schüco Stahlsysteme Jansen / Stephan Falk

Die vier Fassaden ergeben jeweils ein komplett unterschiedliches Bild: An der Ostseite dominiert das rund neun Meter hohe Eingangsportal, Richtung Westen geben wenige geschosshohe Fensterschlitze und ein Fensterband im Eingangsbereich Blicke in den Park frei. Auf der Nordseite belichtet eine große Fensteröffnung die Büroräume; darunter öffnen sich im Erdgeschoss zwei Nebeneingänge. Der Tradition des Bauhauses folgend, wählten die Architekten Stahlprofile zur Realisierung der teils großformatigen Konstruktionen wie das Eingangsportal, oder die raumhohen Brandschutztüren im Gebäudeinneren. Die Cafeteria auf der Südseite lässt sich mittels Hebeschiebetüren zur Terrasse hin öffnen.

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Ein Beitrag über das Bauhaus-Museum ist auch in Ausgabe 24 des Schüco-Magazins „profile“ erschienen. Die komplette Ausgabe finden Sie hier zum digitalen Durchblättern.

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