Sanierung und Erweiterung

Einfamilienhaus bei Genf von Lacroix Chessex

 - Michelle Grau

Unweit der Ufer des Genfersees sanierten Lacroix Chessex ein Einfamilienhaus. Die vorbildliche Planung wahrt die Fassade des bestehenden Gebäudes und setzt im Inneren auf Helligkeit und ausgewählte Materialien.

Einfamilienhaus bei Genf von Lacroix Chessex
Einfamilienhaus bei Genf © Olivier di Giambattista

Unweit der Ufer des Genfersees sanierten Lacroix Chessex ein Einfamilienhaus. Die vorbildliche Planung wahrt die Fassade des bestehenden Gebäudes und setzt im Inneren auf Helligkeit und ausgewählte Materialien.

© Olivier di Giambattista

Das Dorf Vésenaz der Gemeinde Collonge-Bellerive ist wenige Kilometer von der Stadt Genf entfernt. Die Straßenflucht der nah am Ortsrand gelegenen Route de la Capite ist geprägt von gemütlichen, zweigeschossigen Wohnhäusern.

Das Haus befindet sich auf dem höchsten Punkt des schmalen Streifengrundstücks, das mit einem beträchtlichen Niveauunterschied von 8 m nach Nordwesten abfällt. Von der Gartenseite aus erstreckt sich ein freier Blick auf den Genfersee und die am gegenüberliegenden Ufer aufsteigenden, bewachsenen Hänge des Juragebirges.

© Olivier di Giambattista

Entwurf

Die Bauaufgabe sah eine Renovierung des bestehenden Gebäudes und die Vergrößerung der Wohnfläche mit einem Erweiterungsbau vor. Zur Straße hin gliedert sich die helle Putzfassade ruhig in die umliegende Bebauung ein. Der zweigeschossige Anbau öffnet sich zum Garten hin mit großformatigen, bodentiefen Holzfenstern, die von zwei Mauerstücken flankiert werden. Das Vordach bietet Schutz vor Regen und setzt die Holzbalkendecke nach außen visuell fort.

© Olivier di Giambattista
© Olivier di Giambattista

Im Inneren erstreckt sich die Wohnfläche über drei Ebenen. Das Erdgeschoss umfasst die Räume mit öffentlichen Funktionen; an die in Richtung Garten gelegene Küche schließt eine Terrasse im Außenbereich an. Das erste Obergeschoss verfügt über vier Zimmer, die Platz zur individuellen Nutzung bieten. Das charakteristische Kreuzdach prägt den Eindruck des zweiten Obergeschosses, das als ein offener Raum erscheint.

© Olivier di Giambattista
© Olivier di Giambattista

Spiel mit Farbe und Material

Der Entwurf spielt geschickt mit Farben und Materialien. Das Weiß der Wände und das Holz des Bodens und der Decke werden durch farbige Elemente belebt. Im Flur bringt ein rosa Teppich Textur in den Raum; im Badezimmer des ersten Obergeschosses nimmt das Blau der Mosaikfliesen spielerisch das Wasserthema auf. Die Einbauschränke in den Schlaf- und Wohnräumen wiederholen diesen Farbton.

© Olivier di Giambattista

Das Herzstück des mittig im Erdgeschoss gelegenen Wohnraums stellt der Kamin dar. Seine Abzugshaube scheint sich elegant aus der Wand heraus zu formen und erinnert an die Faltkonstruktion des Daches. Dunkelgrüne, schmale Fliesen erstrecken sich über den unteren Bereich der Wand und geben dem Raum ein angenehmes Gewicht.


Architektur: Lacroix Chessex
Bauherr: Privat
Standort: Route de la Capite 159, 1222 Vésenaz (CH)


Bauingenieurwesen: Thomas Jundt
HLK-Planung: Effin’art


  • Der siebengeschossige Neubau an der Hohlstrasse in Zürich soll ein Ladengeschoss, Flächen für öffentliche Dienstleistungen und fünf Obergeschosse mit Gewerbeflächen enthalten.

    Eisenbahnschienen als Tragwerk - wie funktioniert das? 

    Rund 180 km Gleise werden im Schweizer Bahnnetz jedes Jahr erneuert. Bisher wurde das Altmetall eingeschmolzen. Jetzt soll im Westen von Zürich das erste Gebäude mit Stahltragwerk aus gebrauchten Schienen entstehen.

  • Line Ramstad ist die neue Chefkuratorin der Oslo Biennale.

    „One Size does not fit all" 

    Fassaden aus Abfallwolle, recycelter Stahl von ausrangierten Schiffen oder Wohnraum statt Kapitalanlage: Line Ramstad, Chefkuratorin der Osloer Triennale, zeigt was passiert, wenn die Natur Vorrang hat.

  • Schatten, der mitwächst 

    Auf Spielflächen in Marzahn-Hellersdorf spendet die Pergola Persol von Urbidermis sofort Schatten. Kletterpflanzen erobern nach und nach die Seile und bilden ein zweites, grünes Dach.

  • „Haus Blick“ fügt sich in den Hang oberhalb von Hinterbrühl ein. Die EasyFalz by Kalzip® Rautenschindeln in Patina Bronze B40 ziehen sich über Dach- und Wandflächen; großzügige Verglasungen öffnen das Haus zum Garten. Advertorial

    AdvertorialIm Rhythmus des Hangs

    In Hinterbrühl entwickelten Caramel architektInnen einen dreigeschossigen Baukörper für den 45 Grad steilen Hang. EasyFalz by Kalzip Rautenschindeln in Patina Bronze B40 verkleiden sämtliche Flächen.

  • Kulturcampus Paul-Van-Ostaijen in Leuven

    In Leuven haben Lava architecten aus einem alten Missionshaus einen Ort geschaffen, an dem Zirkus, Musik, Theater und Tanz unter einem Dach koexistieren. Starker Schallschutz ist hier Voraussetzung für soziales Miteinander.

  • Bei der Architekturbiennale 2025 waren mehr Exponate zu sehen als jemals zuvor, obwohl der zentrale Ausstellungspavillon in den Giardini gesperrt war.

    Selbstausbeutung im Starzirkus 

    Bei jeder Architekturbiennale stehen die Kuratoren vor den gleichen Hindernissen: Geldknappheit, viel Bürokratie und eine Organisation, die kollektive Leistungen ignoriert. Warum tun sie sich das an? Ein Gespräch mit Albena Yaneva, die den Entstehungsprozess der Biennale 2025 ein Jahr lang beobachtet hat.