Auszeichnung

Lesley Lokko erhält Royal Gold Medal 2024 für Architektur

 - Valentina Grossmann

Das Royal Institute of British Architects verleiht Architektin Lesley Lokko am 2. Mai 2024 in London die Royal Gold Medal. Die Medaille ist der wichtigste Architekturpreis Großbritanniens.

Lesley Lokko erhält Royal Gold Medal 2024 für Architektur
Lesley Lokko © Murdo Macleod

Das Royal Institute of British Architects (RIBA) zeichnet die ghanaisch-schottische Architektin Lesley Lokko mit dem wichtigsten Architekturpreis Großbritanniens aus. Am 2. Mai 2024 wird ihr im Namen Seiner Majestät des Königs die Royal Gold Medal in London überreicht.

Inklusivität und Gerechtigkeit in der Architektur

Die Medaille würdigt Lokkos langjähriges Engagement für die Förderung vielfältiger Ansätze in der Architekturpraxis und -ausbildung. Im Vordergrund ihrer Arbeit steht die Stärkung unterrepräsentierter Stimmen und die Untersuchung der komplexen Beziehung zwischen Architektur, Identität und Rasse, was tiefgreifende Auswirkungen auf die Architekturausbildung, den Dialog und den Diskurs hat. 2021 gründete Lokko das African Futures Institute (AFI) in Accra, Ghana ­– ein architektonisches Bildungszentrum, das „Afrika als Schmelztiegel der Zukunft neu vorstellt“. Die Einrichtung würdigt die Arbeit von Frauen aus der afrikanischen Diaspora.

Fortschrittliche Lehrmethoden in der Architektur

„Als leidenschaftliche Verfechterin von Gerechtigkeit und Inklusion in allen Aspekten des Lebens bietet Lesley Lokkos fortschrittlicher Ansatz in der Architekturausbildung Hoffnung für die Zukunft – ein Beruf, der Menschen aus allen Gesellschaftsschichten willkommen heißt, die Bedürfnisse unserer Umwelt berücksichtigt und ein breites Spektrum von Kulturen und Perspektiven anerkennt“, sagt RIBA-Präsident Muyiwa Oki. „Als visionäre Vorreiterin des Wandels hat Lesley ihr Leben der Verfechtung dieser Werte gewidmet, nicht nur durch akademische Bemühungen, sondern auch durch ihre Arbeit als Autorin und Kuratorin. Sie bleibt eine bescheidene revolutionäre Kraft, deren Ehrgeiz und Optimismus einen unauslöschlichen Eindruck auf der globalen Architekturbühne hinterlassen.“

Lesley Lokko erhält diese Auszeichnung als erste Frau mit afrikanischen Wurzeln. Bisher haben nur wenige ihrer Architektur-Kolleginnen die prestigeträchtige Medaille seit der Gründung des Royal British Institute of Architects im Jahr 1848 erhalten: Zaha Hadid, Yasmeen Lari sowie Yvonne Farrell und Shelley McNamara von Grafton Architects. Zum diesjährige Preiskomitee zählen RIBA-Präsident Muyiwa Oki, die Preisträgerin des letzten Jahres Yasmeen Lari, Neal Shasore von der London School of Architecture sowie Architekt Ivan Harbour und Architektin Cindy Walters.


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