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Werkswohnungen in München-Moosach

Gläserne Schiebe-Dreh-Elemente für erhöhte Schallschutzanforderungen an der Ost- und Westfassade

Werkswohnungen in München-Moosach
Der Wettbewerbsentwurf überzeugte die Stadtwerke München unter anderem durch die gelungene Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude „Hybrid M“. © Oliver Heissner/oliverheissner.de

Um auf dem angespannten Bewerbermarkt punkten zu können, haben die Stadtwerke München (SWM) eine Wohnungsbau-Offensive gestartet: Sie stockten ihren Wohnungsbestand von 650 auf mehr als 1.300 Wohnungen auf. Ein Meilenstein auf dem Weg dorthin war die Fertigstellung eines Neubaus mit 118 Werkswohnungen in München-Moosach. Den Realisierungswettbewerb konnten die Superblock Ziviltechniker für sich entscheiden.

In Richtung Süden nimmt der Neubau durch die Staffelung der Baukörper Rücksicht auf die Umgebungsbebauung.
In Richtung Süden nimmt der Neubau durch die Staffelung der Baukörper Rücksicht auf die Umgebungsbebauung. © Oliver Heissner/oliverheissner.de

Von der Einraumwohnung bis zum Stadthaus

Eine wesentliche Stärke des Entwurfs ist das Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrößen und -typen. Es reicht von Ein-Zimmer-Apartements über familienfreundliche 5-Zimmer-Wohnungen bis hin zu kleinen Stadthäusern über zwei Etagen. Die hohe Attraktivität der Wohnungen ergibt sich unter anderem aus privaten Außenräumen in Form von aufgefächerten Balkonen oder Terrassen, über die alle Wohneinheiten verfügen. Die Balkone erstrecken sich über die gesamten Fassadenbreiten der Ost-, Süd- und Westseite. Auf diese Weise nehmen sie als umlaufendes Gestaltungselement dem Baukörper seine Massivität.

Die beweglichen Verglasungen mindern nicht nur Lärmemissionen aus dem angrenzenden Busbetriebshof, sondern schaffen auch eine attraktive Klimazone.
Die beweglichen Verglasungen mindern nicht nur Lärmemissionen aus dem angrenzenden Busbetriebshof, sondern schaffen auch eine attraktive Klimazone. © Oliver Heissner/oliverheissner.de

Zielvorgabe Bebauungsplan: Erhöhter Schallschutz

Laut des Bebauungsplanes der Stadt München durfte „in der Mitte des Außenwohnbereichs ein Verkehrslärmpegel von 59 dB(A) tagsüber nicht überschritten werden“. Gelöst wurde die bauliche Anforderung durch ein raumhohes Schiebe-Dreh-System von Solarlux mit Ganzglasscheiben, die den Schall um bis zu 22 dB RwP reduzieren. Als technische Innovation liegen die geprüften Werte der neuen Generation „Proline T“ bei voller Ausstattung sogar bei bis zu 30 dB RwP. Projektverantwortlicher Planer Christoph Mörkl über die Produktwahl: „Solarlux war einer der wenigen Hersteller, die unsere Anforderungen überhaupt erfüllen konnten.“

Jedes gläserne Schiebe-Dreh-Element kann einzeln aus der Schiebeebene um 90° herausgedreht und als kompaktes Glaspaket auf der Seite geparkt werden.
Jedes gläserne Schiebe-Dreh-Element kann einzeln aus der Schiebeebene um 90° herausgedreht und als kompaktes Glaspaket auf der Seite geparkt werden. © Oliver Heissner/oliverheissner.de
© Oliver Heissner/oliverheissner.de

Ein System, zahlreiche Vorzüge

Der Aufbau der Balkonzonen ist auf der Ost- und Westfassade dreistufig: Die Stabgeländer als Absturzsicherung, ein beweglicher Blend- und Sonnenschutz davor und die schallreduzierende Verglasung dahinter. Auf diese Weise können die beweglichen Schiebe-Dreh-Elemente zum Reinigen um 90 ° nach innen geschwenkt werden. Neben der Gewährleistung des geforderten Schallschutzes, der in München vor der Gebäudehülle erfolgen musste, bringt die bewegliche Verglasung weitere Vorteile mit sich: Sie verringert als Pufferzone mit solaren Einträgen die Transmissionswärmeverluste im Winter, schützt die Balkonkonstruktion und -möblierung vor Witterung und erhöht grundsätzlich die Wohnqualität der Mieter:innen zu jeder Jahreszeit.

Mehr Informationen

Hersteller: Solarlux
Produkt: Proline T
Produktkategorie: Fassaden


Bauherr und Projektleitung: Stadtwerke München GmbH Immobilien
Konzeption und Entwurf: Superblock Ziviltechniker GmbH, Wien


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