Am südöstlichen Ufer des Hafenareals markiert das 142 m hohe Hochhausprojekt „The Lighthouse“ einen städtebaulichen Orientierungspunkt im künstlich angelegten Stadtquartier „Aarhus Ø“. Im Zuge der neuesten Arbeiten wurde das Gebäudeprogramm um ein zusätzliches Geschoss erweitert. Der Fokus der oberen Etage lag dabei auf der komplexen Dachform des Gebäudes.


Höher bauen, weiter Blicken
Neben den verantwortlichen Architekten wurde für die Gestaltung des Wohnkomplexes auch ein Generalbauunternehmen frühzeitig in die Planung eingebunden. Innerhalb der statistischen Prüfung konnte ermittelt werden, dass die Statik des Gebäudes ein weiteres Stockwerk zulässt. Die neu hinzugefügte Etage mit voll verglaster Front ist öffentlich zugänglich und bietet Besuchern gehobene Gastronomie sowie einen freien Blick aufs Meer. Die angrenzende Dachterrasse ist ein zusätzlicher Aussichtspunkt auf die Stadt und den Hafen.

Komplexe Dachform auf zusätzlicher Ebene
Im Mittelpunkt der Arbeiten stand vor allem die anspruchsvolle Dachform. Da vom Architekturbüro lediglich ein grafisches Design als Grundlage vorlag, musste der Entwurf mithilfe spezialisierter Software in eine technische Zeichnung überführt werden. Dabei fiel auf, dass die Stehfalzprofile nicht vertikal, sondern diagonal verlaufen müssen. Dies ist nach außen hin ein gelungenes Stilelement und aus Konstruktionssicht eine funktionale Lösung, um das Ablaufen von Niederschlagswasser zu gewährleisten. Die Form des Daches leitet sich maßgeblich aus dem geschwungenen First ab, der vom höchsten Punkt bis zum schräg gegenüberliegenden, niedrigeren Ende verläuft. Das Metalldach fügt sich dabei in die Neigungen der Dachterrasse ein. Mithilfe präziser 3D-Planung konnten die speziell angepassten XT-Freiformprofile von Kalzip passgenau auf die bestehende Struktur zugeschnitten werden – trotz des geringen Verschiebspielraums zwischen den Profiltafeln.

Maßgenaue Lösung auf engstem Raum
Das Dach des „Lighthouse“ ist von der Gesamtfläche her zwar ein vergleichsweise kleines Projekt, aufgrund seiner besonderen Formgebung zählte es jedoch zu den spannenderen, wenn auch zeitintensiven Herausforderungen. Der Verschiebespielraum zwischen den Profiltafeln war minimal: Nur wenige Zentimeter entschieden darüber, ob sich das nächste Element sauber einfügt oder sich verkeilt. Nach gezielten Vor-Ort-Terminen konnte die Ursache rasch identifiziert und eine präzise Lösung umgesetzt werden.
Mehr erfahrenHersteller: Kalzip
Produkt: XT-Freiformprofile
Produktkategorie: Dächer






