Wohnprojekt wagnisWEST in München-Freiham
Seit 2006 entsteht an der westlichen Stadtgrenze Münchens der Stadtteil Freiham. Rund ein Drittel der 350 ha großen Fläche ist für Wohnbaugenossenschaften vorgesehen. Eines dieser Projekte ist wagnisWEST, eine Kooperation der Genossenschaften wagnis eG und München-West eG (WGMW). Ziel war ein zukunftsweisendes Modell gemeinschaftlichen Bauens, das soziale Vielfalt, ökologische Verantwortung und Teilhabe verbindet. Den geladenen Wettbewerb, bei dem die künftigen Mieter selbst entscheiden durften, mit welchem Architekturbüro sie bauen möchten, gewann das Wiener Büro AllesWirdGut. Es überzeugte mit einem städtebaulichen und architektonischen Konzept, das unterschiedliche Formen des Zusammenlebens ermöglicht.
Seit 2006 entsteht an der westlichen Stadtgrenze Münchens der Stadtteil Freiham. Rund ein Drittel der 350 ha großen Fläche ist für Wohnbaugenossenschaften vorgesehen. Eines dieser Projekte ist wagnisWEST, eine Kooperation der Genossenschaften wagnis eG und München-West eG (WGMW). Ziel war ein zukunftsweisendes Modell gemeinschaftlichen Bauens, das soziale Vielfalt, ökologische Verantwortung und Teilhabe verbindet. Den geladenen Wettbewerb, bei dem die künftigen Mieter selbst entscheiden durften, mit welchem Architekturbüro sie bauen möchten, gewann das Wiener Büro AllesWirdGut. Es überzeugte mit einem städtebaulichen und architektonischen Konzept, das unterschiedliche Formen des Zusammenlebens ermöglicht.

Vom Blockrand zum lebendigen Ensemble
In Zusammenarbeit mit den Baugenossenschaften und der Stadt München entstand ein offenes Ensemble aus fünf polygonalen Baukörpern mit drei bis fünf Geschossen. Sie gruppieren sich U-förmig um einen begrünten Gemeinschaftshof und sind über Stege und Brücken miteinander verbunden. Insgesamt wurden 134 barrierefreie Wohnungen zwischen 26 und 130 m2 realisiert, teils mit klassischen Grundrissen, teils als Clusterwohnungen mit gemeinschaftlich genutztem Wohnraum. Rund 75 % der Wohnungen sind gefördert; fünf davon dienen in Kooperation mit einem sozialen Träger als ambulant betreute Angebote für Menschen mit Behinderung. Zentrum des Quartiers ist der Gemeinschaftsmacher – ein Haus für soziale und kulturelle Aktivitäten.

Kompakte Grundrisse und maximale Öffnung
Zugunsten gemeinschaftlicher Flächen wurden die privaten Wohnbereiche bewusst kompakt gehalten. Der Verzicht auf eigene Freisitze hatte neben dem gemeinschaftlichen Ansatz auch wirtschaftliche Gründe, da Balkonflächen im geförderten Wohnungsbau nur zu einem Viertel angerechnet werden. Zudem entschied man sich für eine wartungsarme Holz-Elementfassade, die in Kombination mit Balkonen konstruktiv aufwendiger und teurer gewesen wäre.
Die Architekten suchten gemeinsam mit den künftigen Bewohnern nach alternativen Lösungen, um dennoch eine möglichst großzügige Verbindung nach außen zu schaffen. Verschiedene Verglasungsvarianten wurden geprüft; am Ende überzeugten Glas-Faltwände, die sich vollständig öffnen lassen und trotz ihrer Größe nur wenig Raum beanspruchen. So entstand eine transparente, funktionale Lösung, die den Wohnungen einen fließenden Übergang zur Umgebung verleiht und sich harmonisch in die Fassade einfügt.

Mehr Raum durch faltbares Glas
Die dreiteiligen Glas-Faltwand-Anlagen öffnen die Fassaden auf rund sieben Quadratmetern und schaffen einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen – ein spürbarer Mehrwert in dicht bebauten Stadtquartieren. Der Faltmechanismus arbeitet wie eine Ziehharmonika: Die Glaselemente werden seitlich aufgefaltet und platzsparend geparkt.
Optisch fügen sich die Anlagen harmonisch in die Architektur ein. Passend zu den Holzfassaden und dem Nachhaltigkeitsanspruch fiel die Wahl auf das System Woodline von Solarlux mit Profilen aus Kiefernholz. Das Material vermittelt Wärme, sorgt für gute Dämmwerte (Uw 1,0) und ermöglicht schlanke Rahmenansichten. Selbst an kühlen Tagen lassen sich die Elemente weit öffnen – es entsteht das Gefühl, auf einem Balkon zu sitzen.
Hersteller: Solarlux
Produkt: Glas-Faltwand Woodline
Projekt: wagnisWEST, München-Freiham, Aubinger Allee 40–54
Bauherr: Wohnbaugenossenschaft wagnis eG, München; Wohnungsgenossenschaft München-West eG (WGMW)
Architektur:
AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien (Leistungsphasen 1-4)
Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg (Leistungsphasen 5-8)
Architekturbüro Köhler, München (Leistungsphasen 5-8)






