Die ursprünglich für die französischen Streitkräfte errichtete Cité Foch im Berliner Bezirk Reinickendorf wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu einem modernen, nachhaltigen Wohnquartier weiterentwickelt. Auf dem rund 47 ha großen Areal entstanden etwa 600 Neubauwohnungen. Ein wesentlicher Teil davon wurde in modularer Bauweise realisiert, wodurch sich die Bauzeit vor Ort um circa 70 % verkürzte sowie die Staub- und Lärmbelastung für die Anwohner deutlich reduzierte.

Nachhaltige Holzhybridbauweise als Leuchtturm
Elf schlüsselfertige Modulbauten mit insgesamt 179 Wohneinheiten, einschließlich der Außenanlagen, wurden von Alho Systembau als Totalunternehmer gemeinsam mit dem Berliner Planungspartner Holzer Kobler Architekturen im Rahmen des GdW-Rahmenvertrags umgesetzt. Für die Landschaftsarchitektur zeichnete das Berliner Büro nolte gehrke landschaftsarchitekten verantwortlich.
Ein Gebäude entstand in Holzhybridbauweise und steht exemplarisch als Leuchtturmprojekt für besonders nachhaltiges Bauen im Quartier. Bei dieser Bauweise werden grüner Stahl und heimisches Holz zu einem ressourcenschonenden Materialverbund kombiniert.
Die 432 benötigten Module fertigte Alho in der Raumfabrik Friesenhagen, dem zentralen Produktionsstandort des Unternehmens. Vor Ort wurden sie innerhalb kürzester Zeit zu 15 166 m² Wohnfläche montiert und ausgebaut.


Serielles Bauen mit Gestaltungsanspruch
Die elf Modulgebäude, die alle aus CO₂-reduziertem, klimafreundlichem Grünstahl gefertigt wurden, entstanden in zwei Bauabschnitten aus fünf verschiedenen Gebäudetypen. Das Spektrum reicht von drei- bis viergeschossigen Häusern mit Voll- oder Teilunterkellerung und einem vielfältigen Nutzungsmix – von kompakten Einraum-Apartments bis hin zu großzügigen Vierzimmerwohnungen.
„Dank der hohen Flexibilität des Alho-Bausystems war es möglich, passgenaue Wohnungstypen für die elf Gebäude zu entwickeln“, erläutert Andrea Zickhardt, Architektin bei Holzer Kobler Architekturen. „Unsere Entwürfe sollen immer sowohl dem Ort als auch den künftigen Bewohnern gerecht werden – ob wir nun konventionell bauen oder in Modulbauweise“, so Zickhardt. „Inzwischen sind wir regelrechte Fans des seriellen Bauens geworden, denn die Vorteile – Qualität, Schnelligkeit, weniger Planungsrisiko und einiges mehr – liegen auf der Hand.“

Partnerschaft auf Augenhöhe
Auf die häufig gestellte Frage nach der Entwurfsqualität im Modulbau betont die Architektin: „Auch in modularer Bauweise kann spannende Architektur entstehen – es kommt darauf an, wie man sich der Bauweise nähert. Und es ist wichtig, dass man gute Modulbaupartner hat.“ Anders als beim konventionellen Bauen werden beim modularen Bauen bereits in frühen Planungsphasen gemeinsame Ziele, Anforderungen und Qualitätsmaßstäbe definiert. „Man hat eine klare Vision, auf die alle hinsteuern. Mit Alho haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: Es war eine partnerschaftliche und professionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Alle zogen an einem Strang – das ist bei anderen Bauvorhaben leider nicht immer der Fall.“
Mehr erfahrenHersteller: ALHO
Projekt: Cité Foch in Berlin
Produktkategorie: Modulbau






