Von der Metropole in die Einsamkeit der, Berge: In unserer Sommerausgabe bringen wir zwei Themen zusammen, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Aus aktuellem Anlass werfen wir einen Blick auf die Olympischen Spiele in Paris und den Stadtumbau für dieses Großereignis. Unser Autor Philippe Trétiack stellt sich die Frage, ob die Spiele wirklich so nachhaltig sind, wie die Organisatoren uns glauben lassen. Was bleibt von dem kurzweiligen Sportspektakel, wenn die Athleten und Besucherinnen im Herbst wieder abgereist sind? Weit weg vom Trubel an der Seine befinden sich sechs Gebäude, die wir für unsere Dokumentationen zum „Bauen in den Bergen“ für Sie zusammengestellt haben in dieser Ausgabe. Der Landschaftsraum der Projekte ist sagenhaft malerisch: in abgeschiedenen Wäldern, zwischen schroffen Klippen und der Meeresküste, im Felsmassiv über den Wolken. Die Architekten Bearth Deplazes Ladner greifen für das Wohnhaus in Graubünden eine regionale Bautradition auf und passen sie an neue Bedürfnisse an. Mit möglichst wenig Eingriffen in die Natur kommt die Explora Lodge auf dem Altiplano Boliviens aus – die Natur ist hier die Hauptakteurin. Außerdem hat uns auch ein Familiendomizil in Japan begeistert, das sein langgestrecktes Satteldach samt Treppen und Podesten geschickt in den bewaldeten Hügeln versteckt. Nicht weniger raffiniert ist das alpine Biwak hoch oben im Marmarole-Massiv der Dolomiten – eine Notunterkunft, die inmitten der schroffen Bergspitzen Schutz bietet. Und übrigens: Unten in den Dolomitentälern laufen die Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 2026 schon auf Hochtouren. Ein umstrittenes Projekt – aber dazu dann ein andermal.
