Der extreme Zuschnitt des 53 m langen und 8,3 m breiten Grundstücks bestimmt das außergewöhnliche Konzept dieses Wohnhauses. Zwischen die Umfassungsmauern der angrenzenden Gärten eingepasst, übernimmt es als Fassadenmaterial die roten Ziegel der Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Nachbarhäuser. Die Architekten reagierten auf die Vorgaben durch das Grundstück und die klaren Anforderungen des Auftraggebers mit einem von der Materialwirkung der Ziegel bestimmten monolithischen Baukörper. Bündig in das Mauerwerk eingesetzte Schiebefenster stärken die Ablesbarkeit der Form. Das Gebäude ist eingeschossig, um sich behutsam in das Umfeld einzufügen, die unterschiedlichen Bereiche sind in ihrer Höhe jedoch differenziert. Die Abfolge der Innenräume steigert sich mit der Höhenentwicklung bis zu dem über die ganze Breite verglasten Wohnraum. Effektvoll eingesetzte Oberlichter erlauben den Blick in die Baumkronen und zum Himmel. Das von der Nachbarschaft aus einsehbare Dach ist als fünfte Fassade sorgfältig gestaltet. Durch einen bündigen Dachrand aus Ziegeln und den farblich angepassten Plattenbelag wirken die Flächen nahtlos und homogen und stehen als künstliche, unbewohnte Landschaft in spannungsvollem Kontrast zu den umstehenden Bäumen.
