An den steilen Hängen des Luganer Sees liegt das Dorf Morcote. Vom Ortszentrum führt ein Fußweg nach Westen zu einem gleichförmigen Villenviertel. Die Architekten haben es sich mit dem Haus zur Aufgabe gemacht, die fehlende Beziehung zum historischen Dorfkern und zur Umgebung durch konsequente Materialität und Formensprache wieder herzustellen. Verwendet wurde der einfache aber vielfältige Baustoff des Hauses – gebrannter Lehm – schon in der Römerzeit bei der Gründung der oberhalb des Ortes liegenden Festung Morcote. Der langgestreckte Backsteinbau entwickelt sich – einem behauenen, aufrechten Ziegel gleich – aus dem steilen Südhang. Leicht zu den Höhenlinien verdreht, wendet sich das Gebäude seinem Gegenüber zu, der am italienischen Seeufer gelegenen Hafenstadt Porto Ceresio. Das Mauerwerk der Außenwände wurde in einem Arbeitsgang erstellt.
