Eingangsgebäude von Amnesty International in London

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für das neue Londoner Hauptquartier von Amnesty International UK fiel die Wahl auf eine alte Möbelfabrik im aufstrebenden Stadtteil Shoreditch. Das Gebäude bot gut belichtete Büroräume in den Obergeschossen und hohe, öffentliche Bereiche im Erdgeschoss. Die an der Straße liegende Besucherzone wird durch einen Anbau ergänzt. Der neue Gebäudeteil nimmt das Foyer mit einer Ausstellungsfläche, eine Bühne und einen Personalraum auf. Beide Bauwerke werden optisch vor allem durch ihre Materialität und den Umgang mit den Öffnungen verbunden. Wie bei dem bestehenden Gebäude sind die Außenwände des Neubaus aus kleinformatigen Ziegeln gemauert. Helle Fensterstürze aus Beton gliedern die Fassade aus blaubraunem Klinker und heben die tief in der Wand liegenden Fenster deutlich hervor. Das Mauerwerk ist zweischalig ausgeführt. Die innere Klinkerwand ist einen halben Stein stark, während die äußere einen ganzen Stein misst. Sie umschließen einen gedämmten Zwischenraum. Auf Dehnungsfugen konnte durch die Verwendung von Kalkmörtel verzichtet werden. Windlasten werden von einer Verstärkung der Innenwand durch ein vertikales Stahlprofil aufgenommen.

Eingangsgebäude von Amnesty International in London
© Sabine Drey