Die Ausführungsplanung des Mehrfamilienhauses wurde in enger Zusammenarbeit von Architekt und Ingenieur entwickelt. Beim architektonischen Entwurf des Gebäudes spielte die Tragstruktur eine wesentliche Rolle. Der Ingenieur ermöglichte es, das architektonische Konzept des Architekten durch Einsatz der heute zur Verfügung stehenden technischen Mittel, wie z. fortschrittliche Betonrezeptur, Schalungstechnik, Vorspannung, in die Realität umzusetzen. Die Dimensionierung der Wände, die freien Auskragungen der Decken und die Ausbildung des Kellergrundrisses mit einer stützenfreien Parkgarage wurden gemeinsam entwickelt und optimiert. Mit moderner Vorspanntechnik konnten die freien Deckenränder so ausgebildet werden, dass die großflächigen Fensterscheiben nicht durch die Kriechverformungen der Decken gefährdet sind. Ähnlich wie im Brückenbau mussten die Stahl- und Spannbetonarbeiten mit Sorgfalt realisiert werden. Die Mitarbeit des Ingenieurs beschränkte sich nicht nur auf die Statik, sondern dehnte sich auch auf die Ausbildung der Terrazzo-Bodenbeläge und die Innentreppe aus. Die Herausforderung für die Bauunternehmung war außergewöhnlich, erregte doch das Gebäude bereits während der Rohbauarbeiten großes Aufsehen, schließlich bleiben alle Oberflächen nach Fertigstellung des Gebäudes sichtbar.
