Die neue Zentrale eines Bau- und Telekom-munikationskonzerns liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Arc de Triomphe. Die gebogene, vollständig aus Glas konstruierte Treppe ist Bestandteil eines großzügigen Atriums und verbindet einen nicht öffentlichen Bereich im Erdgeschoss mit den Sitzungssälen im ersten Obergeschoss. Auf der äußeren Seite werden die Stufen von einer halbhohen Glasbrüstung getragen, auf der inneren Seite von einer geschosshohen Glaswand. Diese 4,5 m hohe Wand aus gebogenen VSG-Scheiben, deren Fußpunkte und obere Eckpunkte auf den Stahlbetondecken gelagert sind, bildet das Rückgrat des statischen Systems. Die Einzelscheiben sind im oberen Bereich der Konstruktion über punktuelle Kontaktstöße in den Fugen und durch ein vorgespanntes 6 mm starkes Edelstahlseil zu einem Schalentragwerk verbunden. Minimal dimensionierte Halterungen verstärken den transparenten Charakter der Treppe. Die Brüstung ist der geschosshohen Glaswand statisch untergeordnet und durch die Stufen sowie Edelstahlrohre mit dieser verbunden. Eine weitere Besonderheit neben der Tragstruktur ist die Lagerung der Stufen. Die Architekten verzichteten auf Bohrungen und legten die Stufen stattdessen auf die nur 15 mm schmale Kante der treppenförmig ausgeschnittenen inneren Scheibe des Dreifach-Verbundglases.
