Verdichtung nach innen, so lautet eine Prämisse der Münchner Stadtplanung im Wohnungsbau. Der Wohnblock an der Marlene-Dietrich-Straße im neuen städtischen Quartier Arnulfpark ist Teil dieses Programms: Durch den Rückbau der ehemaligen Bahnflächen zwischen Hauptbahnhof und Pasing entstehen auf dem letzten großen Konversionsareal nahe der Innenstadt Büroflächen und Wohnraum. Im Rahmen der Wohnbauförderung der Landeshauptstadt München wurden hier neben angrenzenden Luxuswohnungen 106 Sozialwohnungen errichtet. 25 verschiedene Wohnungstypen vom 37 m² großen Apartment bis hin zur 130 m² großen Fünfzimmerwohnung reagieren auf unterschiedliche Wohnbedürfnisse und bieten trotz vergleichsweise niedriger Baukosten einfachen, aber qualitativ hochwertigen Wohnraum. Die streng rhythmisierte, straßenseitige Fassade der dreiseitigen Blockrandbebauung mit anthrazit eingefärbtem Wärmedämmverbundsystem changiert je nach Lichtsituation dunkelgrau-silbern. Raumhohe, fassadenbündige Fensterflügel und in den Baukörper eingeschnittene Loggien gliedern straßenseits die nach Süden fast 100 Meter lange Fassade. Dagegen sind die Fassadenflächen der privaten Räume wie Loggien und Innenhof in hellem, schilfgrün abgetöntem Weiß verputzt. Höhenversprünge und das Spiel von anthrazitfarbigen und roten Fensterrahmen bestimmen das Fassadenbild des Innenhofs. Vor Baubeginn waren alle Detailvarianten der insgesamt 25 verschiedenen Wohnungstypen von Bodenaufbauten bis hin zur Ausstattung der Bäder festgelegt. Damit war das Kostenpaket vorgeschnürt.
