Realschule in Eching

Die für etwa 1000 Schüler konzipierte Realschule liegt am Rand von Eching, einer Gemeinde im Norden von München. Aufgrund seiner etwas stiefmütterlichen Lage zwischen S-Bahn und einem Wohngebiet weitab vom Ortskern gestalteten die Architekten den Neubau als autarken, urbanen Ort mit enger Verzahnung zum Außenraum. Die mehrfach rechtwinklig abgeknickte Grundrissfigur wirkt wie ein Ensemble aus mehreren Gebäuden und lässt zwei eingefasste Höfe entstehen – einen Vorplatz und einen Pausenhof –, die sich jeweils zur offenen Seite hin durch Stufen abgrenzen. Die zentrale Pausenhalle verbindet beide Höfe und erfüllt als Mittelpunkt der Schule verschiedenste Funktionen: Aufenthalts- und Veranstaltungsraum, Foyer, Treffpunkt und Verteiler. Die räumliche Durchdringung der Halle mit den beiden Obergeschossen schafft in Verbindung mit dem großflächigen Oberlicht eine offene, großzügige Atmosphäre. Von der Halle aus werden sämtliche Schulbereiche wie Verwaltung, Sporthalle, Klassen- und Fachräume mit kurzen Wegen erschlossen. Die angegliederte Sporthalle ist um ein Geschoss abgesenkt, um eine für den Ort angemessene Maßstäblichkeit zu erreichen. Die Klassenzimmer orientieren sich primär nach Süden, wohingegen die Fachunterrichtsräume nach Westen und Norden weisen, um diffuses Licht zu erhalten. Die Flure in diesen Bereichen sind mit Vor- und Rücksprüngen plastisch ausgebildet, sodass sie in den Pausen als Aufenthaltsbereiche genutzt werden können.

Realschule in Eching
© Stefan Müller-Naumann