Die homogene Fassade des Gebäudes im Zentrum Zürichs lässt die Nutzung kaum erahnen. Dahinter verbergen sich gleich zwei Schulen: die Fachhochschule für Wirtschaft und Verwaltung sowie die Pädagogische Hochschule. Das gesetzlich größtmögliche Bauvolumen ist durch Vor- und Rücksprünge gegliedert. Fensteraufteilung und Pfeilertiefe variieren fein und verleihen dem Gebäude Dreidimensionalität und Struktur. Der Betonwerkstein der Fassade wickelt sich gleichmäßig um Dachrand und Gebäudeecken. Aus dem tiefen Kubus ist ein Atrium ausgeschnitten, das zwei versetzt übereinander liegende Höfe ausformt, die jeweils einer der Schulen zugeordnet sind. Eingangsfoyer und Auditorium schließen als gemeinsame Bereiche direkt an diesen Raum an, während alle Unterrichtsräume an der äußeren Fassade liegen. Im Inneren kommt die Massivität der Betonkonstruktion zum Ausdruck, die Treppen sind in zwei zentralen Kernen versteckt, um den plastischen Eindruck nicht zu stören. Kerne und Fassade sind tragend ausgebildet, die Zwischenwände daher flexibel einteilbar. Massive, 30 cm starke Decken nehmen die Lasten der gegeneinander verschobenen Geschosse auf und wirken sich positiv auf die Raumakustik aus. Sichtbeton und Naturstein geben dem Innenhof den Charakter eines Außenraums. Im Gegensatz dazu sind die Klassenzimmer mit Glasvlies an den Wänden eher wohnlich gestaltet.
