Das Gemeindezentrum umklammert mit seinen drei Baukörpern einen neuen überdachten Platz. Innerhalb der sehr heterogenen Struktur der Gemeinde, die keinen verdichteten alten Kern oder ein gewachsenes Zentrum besitzt, wird so erstmals eine echte Mitte definiert, die der losen räumlichen Beziehung der bestehenden Gemeindebauten wie Kirche, Schule und Saal Halt gibt. An den neuen Platz lagern sich die im Gebäude untergebrachten Funktionen wie Gemeindeamt, Post, Café, Läden, Vereinsräume und Büros sowie eine Säuglingsgruppe und ein kleinerer Saal an und beleben das Geschehen unter der schattenspendenden Überdachung, die mit transluzenten Photovoltaikelementen gedeckt ist. Als Forum und Treffpunkt soll das Gemeindehaus einen Gegenpol bilden zur zunehmenden Individualisierung innerhalb der dörflichen Strukturen. Das äußere Erscheinungsbild des Holzbaus wird geprägt vom Zusammenspiel von Holzverschalung und vertikalen sägerauen Holzlamellen mit den großflächigen rahmenlosen Verglasungen und den präzise gesetzten Stahlteilen. An den äußeren Fassaden umlaufende, auskragende horizontale Sperrholzplatten tragen den in weitem Abstand vor den Fenstern liegenden textilen Sonnenschutz und bilden einen guten konstruktiven Holzschutz.
