Die neue Sporthalle bildet als Mittelpunkt dreier Ortsteile den Auftakt der Sportanlagen entlang der Kocherauen am Fuß eines Hangs. Wie ein Blatt legt sich das Dach über Gebäude und Landschaft. Ein Drittel des Volumens verschwindet im Hang. Die Kontur des gekrümmten Dachs faltet sich zum Hügel hin auf und erlaubt so Ein- und Ausblicke. Zum Tal hin geht die Dachfläche in die Südfassade über und löst sich in Form gelochter Sonnenschutzlamellen auf, die die Landschaft durchscheinen lassen. Die Stehfalze des Dachs setzen sich hier optisch über stabilisierende Rundrohre fort. Das Tragwerk besteht aus zwölf Halbrahmen mit Kragarm und einer Stützweite von 27,5 m. Die Abspannung am Ende der Auskragung optimiert die Durchlaufwirkung der Träger. Die Kastenquerschnitte der Stützen, Träger und Abspannungen verändern ihre statisch notwendige Höhe, während die Breite von 20 cm überall gleich bleibt. Ein Stahltrapezblech dient als horizontale Aussteifung mit tragender Funktion, sodass keine Nebenträger nötig sind und die Deckenuntersicht überall frei bleibt. Da das gesamte Tragwerk homogen wirken sollte, sind die Verbindungen geschweißt oder als Montagestoß verdeckt geschraubt. Die Dachunterseite und die Lamellen nehmen farblich Verbindung zum umgebenden Grün auf, die silbergrauen Träger liegen wie Blattadern in der grünen Deckenfläche.
