Erweiterung eines Doppelhauses in Heverlee, Belgien

Roter Backstein und weiße Erkerfenster bestimmen die Straßenfassade des »englischen« Doppelhauses im belgischen Heverlee. Die Farbe Weiß und das Prinzip einer modularen Außenwand übernahmen die Architekten bei ihren kubischen Anbauten. Wie auf ein Boot gelangt man über einen geneigten Steg zum Eingang zwischen dem massiven Altbau und dem neuen transluzent schimmernden Baukörper, dessen klarer Grundriss durch die Reflexionen in den geschosshohen Verglasungen überraschend weiträumig und komplex wirkt. Eine Fassade aus milchigen Glasbausteinen schirmt die nur knapp einen Meter breite Terrasse vor neugierigen Blicken ab, gestattet aber durch den schmalen Spalt für den Eingangssteg einen Blickkontakt von der Küche zu ankommenden Besuchern und zur Straße. Auf der Gartenseite ist das Erdgeschoss über die gesamte Hausbreite transparent verglast. Hier lassen Glasbausteine als Oberlichter der zum Teil zweigeschossigen Räume mildes, blendungsfreies Tageslicht bis tief in den Altbau einfallen. Die durchgängige Materialität und Farbigkeit täuschen darüber hinweg, dass das Haus bereits in den 70er-Jahren um einen Kubus erweitert worden war. Der erneute Umbau ging zügig vonstatten, da Stahlbetonbauteile und Glasbausteinflächen als fertige Wandelemente angeliefert wurden.

Erweiterung eines Doppelhauses in Heverlee, Belgien
© André Nullens