Seebad in Kastrup

Eine Skulptur, deren dynamische Form Aufmerksamkeit auf sich zieht, sei es nun vom Land, vom Wasser oder aus der Luft, war die Intention der Architekten für das Seebad in Kastrup. Es entstand im Zuge der städtebaulichen Aufwertung des südöstlichen Kopenhagener Stadtgebiets, das auch die angrenzenden Gemeinden einbezieht. Über einen 100 m langen Steg erreicht man die hölzerne Badeplattform, die, auf 150 Pfählen ruhend, über der Ostsee zu schweben scheint. Sie beschreibt in der Fläche einen Dreiviertelkreis, steigt kontinuierlich an und endet mit einem Sprungbrett auf 5 m Höhe. Den Besuchern stehen hier auf fast 900 m² vielfältige Aufenthalts-, Aussichts- und Einstiegsmöglichkeiten sowie Umkleide- und Sanitärbereiche zur Verfügung. Die Skulptur öffnet sich zum Ufer, um die Abendsonne einzufangen und Schutz vor dem Meereswind zu geben. Trotzdem bieten sich durch die teilweise perforierte Palisadenwand und verglasten Öffnungen immer wieder Ausblicke auf den Öresund und die schwedische Küste. Die einfache Konstruktion mit wenigen Details und Materialien besteht aus Bongossi, so genanntem Eisenholz, das sich in Salzwasser sehr widerstandsfähig zeigt und dessen Lebensdauer der von Stahl gleich kommt. Bei Dunkelheit beleuchten und inszenieren Bodenspots entlang der umlaufenden Wand die Bauskulptur.

Seebad in Kastrup
© Ake E:son Lindman