Bank in Bilbao

Die Räume der neuen Filiale der Bank für Architekten erstrecken sich über Erd- und Untergeschoss eines Bestandsgebäudes im Zentrum von Bilbao. Die Glasfassade im Erdgeschoss, bestehend aus einer opaken schwarzen Glasschiebetür und zwei sie flankierenden transparenten Schaufenstern, hinter denen Bambusbäume emporwachsen, erzeugt Neutralität und erweckt gleichzeitig Neugierde bei den Passanten. Nichts deutet darauf hin, dass es sich hier um eine Bank handelt. Ziel war es, eine klare und gleichzeitig subtile Trennung zwischen dem öffentlichen Kundenbereich und den Büros der Bankangestellten herzustellen. Die Leitidee der Transparenz im Bankwesen wird durch eine außergewöhnliche gläserne, amorph geformte Membran verkörpert, die den Besucher durch die Filiale leitet. Diese wird aus raumhohen aneinandergereihten Glasröhren gebildet, deren gewölbte Oberfläche eine optische Verzerrung bewirkt, zugleich jedoch Transparenz und Helligkeit des Raums wahrt. Die zylindrische Form der Borosilikat-Glasröhren wirkt akustisch wie eine doppelte Verglasung, die nur dort durchbrochen wird, wo zwei Serviceschalter die Verbindung zwischen Kunden und Angestellten herstellen. Eine strenge Farbsignifikanz verstärkt den Dualismus des Projekts: Die Farbe Schwarz definiert den öffentlichen Raum, während die Bürozonen komplett in Grau gehalten sind.

Bank in Bilbao
© Miguel de Guzmán