Galerie in La Pizarrera

Wie ein Objekt der Landschaftsarchitektur muten die glänzenden, geometrisch in der Rasenfläche platzierten Glasplatten an. Kaum zu glauben, dass sich darunter eine private Galerie mit bedeutenden Werken der spanischen Kunstszene versteckt. Nur zehn Kilometer von der königlichen Schlossanlage El Escorial entfernt liegt das Anwesen des Kunstsammlers Plácido Arango, der hier über zwei Wohngebäude verfügt, die er nun um Ausstellungsflächen für seine umfangreiche Sammlung erweitert hat. Um den unter Naturschutz stehenden Eichenbestand des Gartens zu erhalten, legten die Architekten die neuen Räume gänzlich unter die Erde und schufen so gleichzeitig eine Verbindung der beiden Wohngebäude. Die freie Grundrissform des Ausstellungsbereichs resultiert aus der Lage einiger schützenswerter Bäume, deren Wurzelwerk nicht beschädigt werden durfte. Die größte Herausforderung des Projekts war die Versorgung der Ausstellung mit natürlichem Licht. 45 nahezu horizontal verlegte Oberlichtfelder gleicher Größe sorgen nun für eine gleichmäßige Belichtung der Werke. Die Aussparungen im Flachdach sind hierfür mit einem stählernen Rahmen ummantelt, auf dessen oberen Abschluss die VSG-Verglasung mit Winkeln flächenbündig angebracht ist. Zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung kann im Sommer ein System aus Aluminiumlamellen temporär in die Deckenöffnungen eingefügt werden.

Galerie in La Pizarrera
© Fernando Alda