Die eindrucksvolle Landschaft entlang des Flusses Niyang im südlichen Tibet bildet die Kulisse auf dem Weg zum Brahmaputra Canyon im Himalaya. Um den Tourismus in diesem Gebiet zu stärken, entstand das Niyang River-Besucherzentrum, das zugleich das Portal zur 20 Kilometer entfernten Schlucht markiert. Um in der Grenzsituation zwischen Fluss und Bergen zu bestehen, schottet sich der monolithische Bau nach außen ab. Das Innere des asymmetrischen Körpers dagegen erscheint wie ausgehöhlt. Ein zentraler Hof verbindet vier großzügige Öffnungen. Sie geben Orientierung und lenken die Blicke der Besucher, um deren Bewusstsein für die Umgebung zu sensibilisieren. Im verbleibenden Volumen befinden sich Ticketbüro, Umkleiden für Raftingtouristen und Toiletten. Der scheinbar willkürliche Baukörper wird geformt durch sein Raumprogramm, die Erschließung und die geographische Lage; seine Geometrie reagiert auf die umgebende Landschaft.
