Umbau und Erweiterung Jugendherberge St. Alban in Basel

Alle Eingriffe in den Bestand der seit den 1980er-Jahren in einer ehemaligen Seidenbandfabrik untergebrachten Jugendherberge zielen ab auf eine robuste, haptisch erfahrbare Materialisierung, die an die indus-trielle Vorgeschichte des Gebäudes erinnert. Mit ihrer Intervention klären die Architekten die städtebaulichen und innenräumlichen Bezüge und fügen die geforderte Erweiterung als Anbau hinzu. Durch die Verlegung des Eingangs von der Süd- auf die direkt am ehemaligen Gewerbekanal »St. Albanteich« gelegene Nordseite orientiert sich das Gebäude nun zum öffentlichen Raum. Eine hölzerne Fußgängerbrücke führt über den Kanal zum Eingang und geht dort in einen als Eichenholzpergola gefassten Steg über, der sich entlang der Nordfassade bis zum Neubauteil am westlichen Ende zieht, wo der Terrassenraum der Jugendherberge liegt. Vertikale Eichenlamellen verlaufen hier über die gesamte Gebäudehöhe, gliedern als äußerste Fassadenschicht den Anbau und bilden mit Brücke und Steg eine verbindende, hölzerne Klammer um das Ensem-ble. Das Erdgeschoss des Altbaus ist völlig neu organisiert. Empfang, Küche und Nebenräume sind jetzt hangseitig angeordnet. Die Gebäudegrundstuktur mit ihren Gewölben und eingestellten Stützen ist freigelegt und die große Eingangshalle geht fließend in den tiefer gelegenen Essbereich über.

Umbau und Erweiterung Jugendherberge St. Alban in Basel
© Ruedi Walti