Die Kinderkrippe schließt eine Baulücke nahe des bekannten Friedhofs Père Lachaise in Paris. Einen Teil des Neubaus nutzt das angrenzende Théâtre de la Colline. Die Herausforderung bestand darin, die verschiedenen Interessen auf dem lang gestreckten Grundstück zu vereinbaren. Die Architekten entschieden sich für drei Gebäudeteile, die über Höfe miteinander verbunden sind, aufgereiht entlang eines Erschließungskorridors über das gesamte Grundstück. In den beiden oberen Stockwerken des Vorderhauses ist die Verwaltung des Theaters untergebracht, die direkt von diesem aus zugänglich ist. Der darunterliegende Hort ist über verglaste Korridore mit dem zweigeschossigen Mittelbau verbunden. Im Rückgebäude befindet sich das eingeschossige Spielhaus. Die Abstufung der Gebäude nach Südwesten und die raumhohen Fenster ermöglichen helle, lichtdurchflutete Räume. Die Glasfassade zur Straßenseite schafft den Brückenschlag zwischen dem Theaterbau aus den 1980er-Jahren und dem neoklassizistischen Nachbargebäude.
