Hallenhäuser in Winterthur

Der frühere Supermarkt im Wohngebiet Rosenberg in Winterthur stand mehrere Jahre leer, nachdem in der Nähe ein Einkaufszentrum eröffnet wurde. Für den 1961 errichteten flachen Zweckbau ließ das Baurecht nur wenig Spielraum hinsichtlich einer größeren Geschossfläche und der Umnutzung zum Mehrfamilienhaus. Dennoch realisierten die Architekten und ihre Tochterfirma DN2M als Projektentwickler fünf Hauseinheiten mit 140 bis 180 m² in der bestehenden Kubatur und dem aufgestockten Attikageschoss in Holztafelbauweise. Von außen ein kompaktes, einfaches Volumen, beherbergt das Gebäude im Inneren ein komplexes Raumgefüge. Dabei bildet der ehemalige Verkaufsraum mit seiner lichten Höhe von vier Metern den zentralen Küchen-, Ess- und Wohnbereich jeder Einheit. An ihn lagern sich die Räume im Split-Level-System an; für die erforderliche Geschosshöhe wurden hier teilweise die Bodenplatte entfernt und neue Zwischendecken eingezogen; die bestehende Stahlbetonrippendecke von Verkaufsbereich und Lagerräumen blieb überwiegend erhalten.

Hallenhäuser in Winterthur
© Roger Frei