Einfamilienhaus in Hamburg

Den Traum vom Haus im Grünen schränken oft zahlreiche Bauvorschriften ein. So durfte auf dem Grundstück im Hamburger Nordosten nur eingeschossig gebaut werden und die Abstandsregeln trugen dazu bei, dass die Wohnfläche sehr klein ausgefallen wäre. Ein Kunstgriff schuf Abhilfe: Die Architekten gruben das Haus halbgeschossig mitsamt einer vorgelagerten Terrasse in die Erde, der zweigeschossige Bau wirkt so von außen niedriger. Um kein beengendes Gefühl im »Souterrain« aufkommen zu lassen, schwebt der weiße Kubus über einem durchlaufenden Fensterband auf Grashöhe. In die Ortbetonwanne eingespannte Stahlstützen tragen die scheinbar über dem Rasen schwebende Holzkonstruktion. Fassaden, Decken und Wände bilden einen als Gesamtstruktur tragenden Rost aus kreuzweise verleimten Fichten-Massivholzplatten, die wandgroß vorgefertigt und außen mit Douglasie verschalt wurden. Ein zentrales Atrium verbindet alle Räume, die je nach Nutzung unterschiedliche Höhen aufweisen.

Einfamilienhaus in Hamburg
© Ioana Marinescu