Blumen-Grundschule und Bernhard-Rose-Schule in Berlin

Frisch und einladend wirken die beiden zu DDR-Zeit errichteten Schulgebäude, nachdem die Architekten dem Ensemble durch eine ökologische Fassadensanierung einen neuen, vielschichtigen Charakter verliehen haben. Durch die ungewöhnliche Bekleidung aus Aluminiumprofilen, die zur Straßenseite im lebhaften Wechselspiel zum Baumbestand steht, gelang eine überzeugende Aufwertung der 1965/66 errichteten, identischen Gebäude. Wesentliche Merkmale der Plattenbauten wurden bewusst beibehalten, Erhaltenswertes sensibel herausgearbeitet. So sind die Mosaike der Eingangsvorbauten restauriert; die Struktur der Betonelemente an den vorspringenden Treppenhäusern konnte durch Einsatz einer Innendämmung aus Schaumglas sichtbar bleiben. Die neue Haut aus verschiedenfarbig eloxierten Aluminiumprofilen in fünf unterschiedlichen, in freiem Rhythmus wechselnden Höhen ist mit Abstand vor der neuen, schwarz verpackten Wärmedämmung montiert. Elemente mit breiteren Fugen vor den Trennwänden machen die einzelnen Klassenzimmer trotz durchlaufender Fensterbänder ablesbar. Die Gebäudestirnseiten sind mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen und großflächig verputzt. Durch den hohen Dämmstandard der Fassaden gelang es, die Vorgaben der EnEV 2007 um 40 % zu unterschreiten. Dies erlaubte, für die Maßnahme Förderung aus EU-Mitteln in Anspruch zu nehmen.

Blumen-Grundschule und Bernhard-Rose-Schule in Berlin
© Werner Huthmacher