Ausgehend vom neuen Namen »Traumbaum«, der bei einem Trägerwechsel der Kita entstand, begannen die »Baupiloten« ihr Partizipationsprojekt in Berlin-Kreuzberg. Das Team aus Architekturstudenten hatte bereits einen Bau im Rahmen eines mehrsemestrigen Projekts realisiert. Der Bauherr trat mit der Aufgabe an sie heran, die Flure eines Gebäudes aus dem Jahr 1990 neu zu beleben. Der zweigeschossige Bau mit zentralem Atrium öffnet sich zu einem begrünten Spielplatz nach Süden. Zunächst haben die Kinder ihre Vorstellungen vom Traumbaum gemalt und gebastelt. Sie wünschten sich, dass er sich bewegt, verändert, Geräusche macht. In regem Austausch zwischen Studenten, Erziehern und Kindern nahm der Baum lebendige Formen an. Der Prototyp einer »Baumblüte«, mit Blättern wurde 1:1 gebaut, beurteilt und in die Tat umgesetzt. Die Blätter des Baumes – aus hochreflektierendem Edelstahl – bringen glitzerndes Licht aus dem Atrium ins Erdgeschoss, sie können Geräusche erzeugen, kichern und rascheln. In den Baumblüten – mit Glasfasergewebe bespannte Stahlkörbe – können sich die Kinder zurückziehen, die Blüten leuchten in vielen Farben, das »Blütentelefon« übermittelt geheimnisvolle Nachrichten. Der Baum regt Fantasie und Kommunikation an und hilft den Kindern mit ihren vielfältigen kulturellen und sprachlichen Hintergründen zusammenzufinden.
