Der kleine Kindergarten im Vorarlberger Egg bildet sowohl pädagogisch als auch räumlich den Auftakt der Ausbildungsstätten der Gemeinde. Volksschule, Hauptschule und Gymnasium liegen in unmittelbarer Nähe. Man entschied sich für eine gemischte Nutzung des Neubaus, da sowohl der Kindergarten als auch die örtliche Blaskapelle zuvor in Provisorien untergebracht waren. Die Kombination ist deutlich ablesbar: Im Erdgeschoss können sich die Kinder austoben, das zurückgesetzte kleinere Obergeschoss ist den Musikern vorbehalten. Beide Nutzergruppen verfügen über einen eigenen Eingang und stören sich auch dank unterschiedlicher zeitlicher Belegung nicht. Zur akustischen Trennung liegt der Holzkubus des Probenraums zudem auf der Nordspange aus Stahlbeton auf. Ein zentraler Flur erschließt den streng organisierten Grundriss im Erdgeschoss. Turnsaal und Personalräume sind nach Norden orientiert, die Gruppenräume nutzen die Südseite mit direktem Zugang zur überdeckten Terrasse und dem Garten. Entsprechend der Vorgabe der Gemeinde, natürliche regionale Materialien zu verwenden, sind die Gruppenräume und das Obergeschoss in Holzelementbauweise mit Fassaden und Böden aus heimischer Weißtanne ausgeführt. Die Betonoberflächen wurden beidseitig sichtbar belassen und die Holzkonstruktion im Inneren mit Birkensperrholz verkleidet.
