Guthrie-Theater in Minneapolis

Der englische Theaterregisseur Tyrone Guthrie gründete 1963 in Minneapolis ein Sprechtheater europäischer Prägung, das in der Folge zu einer der bedeutendsten Bühnen der USA avancierte. Mit einer auf drei Seiten vom Publikum umschlossenen, leicht asymmetrischen Bühne wurde das »Guthrie« zum Zentrum für klassisches und experimentelles Theater, ebenso wie für die Schauspielausbildung. 40 Jahre später, das alte Gebäude war für die Vielzahl an Nutzungen längst zu klein geworden, versuchte man nicht nur in Minneapolis, mit neuen Kulturbauten gegen die fortschreitende Ver-ödung der Innenstädte vorzugehen. Im Zuge dessen entstanden dort die Erweiterung des Walker Art Centre durch Herzog & de Meuron, die neue öffentliche Bibliothek von Cesar Pelli und das Institute of Art von Michael Graves. Ein Zusammenschluss aus privaten, städtischen und staatlichen Einrichtungen entwickelte für das Guthrie-Theater ein umfangreiches Programm, das in Anlehnung an den Vorgängerbau einen arenaartigen Großen Saal beinhaltete, sowie zusätzlich eine rechtwinklige Guckkastenbühne und ein kleines Studio.

Guthrie-Theater in Minneapolis
© Roland Halbe