Seit Generationen bewirtschaftet der Familienbetrieb das rund 40 Hektar große Weingut im burgenländischen Jois. Mit der Übergabe an den Sohn verbunden war der Neubau eines neuen, großen Weinkellers, an dem die bisherigen vier Produktionsstandorte zusammengeführt werden konnten. Die Lage in einem Naturschutzgebiet zwischen dem Nordufer des Neusiedler Sees und dem Nordostrand des Leithagebirges, das mediterrane Kleinklima sowie die starken Westwinde regten das Architektenduo dazu an, einen zu zwei Dritteln versenkten L-förmigen Baukörper zu entwerfen, der sich sensibel in die geschützte Seeuferlage einfügen soll. Nur acht nach Norden ausgerichtete Lichtkuppeln, die von weitem wie Zelte im Gras aussehen, erheben sich über die Wiese. Diese schräg geschnittenen Pyramidenstümpfe schaffen eine optimale, direkte Belichtung für die darunter befindlichen Produktions- und Lagerräume, wo die Vorteile des Erdklimas genutzt werden können. Die aus Stahlbeton vorgefertigten Oberlichter lassen im Inneren eine sakral anmutende Lichtstimmung entstehen.
