Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Ursprünge der ehemaligen Keltenstadt wissenschaftlich untersucht; heute gilt Manching als europaweit am besten erforschte Keltensiedlung. Nachdem 1986 etwa zwei Kilometer entfernt Überreste zweier 15 m langer römischer Schiffe gefunden wurden, entstand ein Verein, der sich für den Verbleib der Funde in Manching einsetzte. Schließlich stimmte das Land dem Konzept für einen Museumsneubau in Manching zu. Als große, moderne Vitrine erstreckt sich der mit knappem Budget errichtete, 100 m lange Bau am Rande des Manchinger Keltenwalls auf einer Halbinsel zwischen Augrabenbach und Paarkanal. Das großteils mit transluzentem Glas umhüllte Obergeschoss (Ausstellungsbereich) ruht auf einem massiven Betonsockel (Depot und Verwaltung) und der gläsernen, vom Museumspark aus einsehbaren Schiffshalle. Nachts lassen integrierte Leuchtstofflampen die Fassade leuchten.
