Der Stadtteil Svartlamoen wurde im 19. Jahr-hundert als Arbeiterviertel Trondheims gegründet. 1947 kamen industrielle Nutzungen dazu und das Viertel verwahrloste, bis in den 80er-Jahren die ersten Punks die Häuser besetzten. Die Stadt Trondheim reagierte auf diese Entwicklung, indem sie die Pläne zur industriellen Nutzung aufgab und durch eine ökologisch ausgerichtete Wohnbebauung ersetzte. Nachhaltigkeit, geringe Kosten und eine innovative Anwendung des Baustoffs Holz waren Zielsetzung des dafür ausgeschriebenen Wettbewerbs. Es entstanden zwei massive Holzhäuser mit einer für Norwegen ungewöhnlich geringen Wohnfläche von 22 bis 29 m² pro Person, im Gegensatz zu den üblichen 50 m². Im höheren Gebäude bewohnen Gemeinschaften von fünf bis sechs Personen je ein Geschoss, im niedrigeren sind sechs Ein-Zimmer-Einheiten untergebracht. Die Treppen sind als stählerne Vorbauten ausgelagert, um den Bruttorauminhalt gering zu halten. Alle tragenden Bauteile sind Massivholzelemente, die vorgefertigt und in zehn Tagen vor Ort montiert wurden. Die äußeren ca. 15 cm starken Wände, ergänzen eine Mineralwolldämmung und eine unbehandelte hölzerne Außenverkleidung. Die 31 Bewohner können nach eigenem Ermessen die unfertig belassenen Innenräume gestalten, Oberflächen bearbeiten und Möbel integrieren.
