Auf einem bewaldeten Hang der flämischen Ortschaft Overijse südöstlich von Brüssel haben sich die Architekten ihr eigenes Wohnhaus errichtet. Der einfache, kubische Baukörper basiert auf einem Stahlrahmentragwerk und scheint knapp über dem abfallenden Gelände zu schweben. Die elementierte Fassade besteht aus einer Vielzahl gleichgroßer Felder mit Festverglasung sowie Furnierholzpaneelen mit integrierten Öffnungsflügeln. Die Erschließung führt von oben zur geschlossenen Schmalseite des Hauses. Ein Steg aus verzinkten Stahlprofilen und einer Lauffläche aus Gitterrostelementen verbindet den Weg mit der etwas vom Hang abgerückten Fassade. Der Besucher gelangt zu einer doppelwandigen, gedämmten Stahlfalttür mit drei Flügeln, wie sie üblicherweise im Industriebau Verwendung findet. Der rechte Öffnungsflügel im Bereich der Brücke übernimmt die Funktion der Haustür. Sind alle Flügel aufgefaltet, verwandelt sich das Entree im oberen Stockwerk zu einer einladenden Loggia, die sich zur Umgebung öffnet. Der Gitterroststeg setzt sich im Innenraum fort und leitet über eine offene Stahltreppe hinunter in den Wohnbereich. Der Blick schweift dabei durch die Festverglasung in das umgebende Blätterdach der Bäume. Der gleiche Faltmechanismus findet sich auch bei der Terrassentür im Wohnzimmer wieder.
