Am ländlich geprägten Stadtrand von Freising setzt die Hauptschule zwischen niedrigen Wohn- und Gewerbebauten einen städtebaulichen Akzent. Das große Volumen verteilt sich auf drei orthogonale Baukörper, welche die Funktionen der Schule logisch gliedern. Weithin sichtbar ragt der zweigeschossige Riegel mit den Klassenräumen über die anderen beiden flachen Gebäudeteile. Der Schulhof, das so genannte Forum, bildet den Mittelpunkt der Anlage. Er liegt zwischen Sporthalle und Hauptgebäude, die seitlich von zwei Dächern zusammengehalten werden. Diese fassen die beiden offenen Seiten des Schulhofs optisch und räumlich ein. Das vordere Dach bildet das Entree der Schule: Wie durch ein Stadttor gelangt man auf den Schulhof, der auch als Vorplatz fungiert. Zur Linken liegt die Sporthalle; ihr unteres Geschoss ist in das Gelände eingegraben, sodass sie weniger voluminös wirkt. Rechts markiert ein Kubus als Windfang – halb draußen, halb drinnen – den Haupteingang zum Schulgebäude. Die Doppeltüren aus hellem Holz heben sich deutlich von dem Aluminiumrahmen und den schwarzen Profilen der gläsernen Pfosten-Riegel-Fassade ab. Dahinter scheint sich der Schulhof fortzusetzen; der Bodenbelag aus großformatigen Betonsteinen zieht sich in die großzügige Pausenhalle. Diese erfüllt gleich mehrere Funktionen: Sie ist Foyer, Verteiler und Treffpunkt, Aufenthalts- und Ausstellungsraum, sogar Versammlungs- und Veranstaltungsort. Eine einläufige Treppe führt hinauf zu den Klassen- und Fachräumen der 350 Schüler. Die Innenwand, die den Flur von den Klassenzimmern trennt, ist wie ein großes Möbel in unterschiedlichen Farben gestaltet. Außen dienen große Nischen als Garderobe, Ablage und Sitzgelegenheit; innen bieten Regalböden Stellfläche für Bücher und Bastelmaterial. Tiefe Laibungen mit innenbündigen Türen kennzeichnen die Eingänge in die Klassenzimmer. Wie überall im Schulgebäude bestimmen auch hier Helligkeit, Offenheit und Transparenz die Atmosphäre.
